Inhalt

Meister Petz ist Tier des Jahres

Dienstag, 6. Januar 2009, 15:54 Uhr, Aktualisiert 17:50 Uhr

Schicksal der Schweizer Bären unklar

Pro Natura wählt den Braunbären zum Tier des Jahres 2009. Für die Naturschützer gehört der Bär zur Schweiz. Aber der Mensch habe verlernt mit dem Raubtier zu leben.

Kopf eines Braunbären.
Lebt in der Schweiz gefährlich: der Braunbär. (colourbox)

Die Rückkehr des Bären in der Schweiz ist laut Pro Natura eine der grössten artenschützerischen Herausforderungen des Landes.

Die Naturschutzorganisation wählte aus diesem Grund und aus Anlass ihres hundertjährigen Bestehens ihr erstes Wappentier den Braunbären - zum Tier des Jahres 2009. Die Bevölkerung müsse für ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Bär sensibilisiert werden, teilt Pro Natura mit. Der Bär sei über Jahrhunderte ein Teil der schweizerischen Tierwelt gewesen.

Zahlreiche Flur- und Ortsnamen sowie Wappen zeugten von der langen Kulturgeschichte des Bären in der Schweiz. Nur die Gesellschaft habe in den rund 100 «bärlosen» Jahren verlernt, mit wilden Tieren ihr Territorium zu teilen. Mögliche Probleme, die damit verbunden seien, seien lösbar.

Die Geschichte von Pro Natura - oder des Schweizerischen Bunds für Naturschutz, wie Pro Natura früher hiess - und die des Bären in der Schweiz weisen mehrere Parallelen auf. Während Basler Wissenschafter zur Gründung eines Schweizer Nationalparks vor 100 Jahren den Schweizerischen Bund für Naturschutz gründeten war nur Jahre zuvor (1904) der letzte Schweizer Bär im Engadin erlegt worden.

Erst 2005 wanderte mit dem im Volksmund als «Lumpaz» bekannt gewordenen JJ2 wieder ein Braunbär in die Schweiz ein. Nicht zufällig - so Pro Natura - sei dieser genau in den von Pro Natura gegründeten Nationalpark im Bündnerland getappt, wo er Nahrung und Ruhe gefunden habe. Nach einem Sommer, in dem die Schweiz dem «Bärenfieber» verfallen war, verschwand Lumpaz jedoch spurlos.

(ap/humg)

Kommentare aktiv...

R. Fauser, Augsburg

Verfasst am: 7.1.2009 22:01

Artenvielfalt2

lltonnen/kranke oder degenerierte... mehr

Zustimmen
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

R. Fauser, Augsburg

Verfasst am: 7.1.2009 21:55

Artenvielfalt

Der Feldhase wird primär vom Menschen... mehr

Zustimmen
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

J. Stump, Zürich

Verfasst am: 7.1.2009 13:14

Endlich wieder jemand mit Klarsicht

Ich kann Ihren Worten nur zustimmen. Man kann... mehr

Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.