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Neue Kernkraftwerke für Beznau und Mühleberg

Donnerstag, 4. Dezember 2008, 10:14 Uhr, Aktualisiert 05.12.2008, 0:38 Uhr

Axpo und BKW reichen Rahmenbewilligungsgesuche ein

Nach Atel haben auch die Stromkonzerne Axpo und BKW Rahmenbewilligungsgesuche für den Ersatz ihrer Atomkraftwerke in Beznau (AG) und Mühleberg (BE) eingereicht. Sie rechnen in vier oder fünf Jahren mit einer Volksabstimmung. Gegen die geplanten Kraftwerke wurde bereits im Vorfeld Widerstand laut.

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Neue Atomkraftwerke

Die Ersatzkraftwerke sollen an den Standorten der bestehenden Werke im aargauischen Beznau und in Mühleberg bei Bern gebaut und nach 2020 in Betrieb genommen werden, wie Axpo und BKW mitteilten.

Damit solle die zuverlässige Stromversorgung der Schweiz sichergestellt werden, auch wenn ab dem Jahr 2020 das Ende der Betriebsdauer der heutigen Werke Beznau und Mühleberg absehbar sei und die Strombezugsverträge mit Frankreich nach und nach ausliefen.

Die Stromkonzerne rechnen damit, dass im Jahr 2012 oder 2013 eine Volksabstimmung über ihr Vorhaben stattfinden wird. Anschliessend wären weitere Bewilligungsverfahren für Bau und Betrieb der Kraftwerke nötig. Die beim Bundesamt für Energie eingereichten Rahmenbewilligungsgesuche beinhalten unter anderem Berichte zur Sicherheit, Umweltverträglichkeit, zum Stilllegungskonzept und zum Nachweis für die Entsorgung der anfallenden radioaktiven Abfälle.

Die Ersatzkraftwerke sollen eine Leistung von maximal je 1600 Megawatt erbringen. Nicht festgelegt wurde der konkrete Reaktortyp. Klar sei aber, dass sowohl in Beznau wie in Mühleberg moderne Hybridkühltürme gebaut werden sollen, schreiben Axpo und BKW weiter.

Diese beeinträchtigten die Flusswassertemperaturen nicht, fügten sich wegen ihrer geringeren Höhe besser in das Landschaftsbild ein als Naturzugkühltürme und würden auch keine sichtbare, hochaufragende Dampffahne aufweisen.

Damit liegen nun Gesuche für drei Kraftwerke vor, nachdem Atel im vergangenen Juli mit dem Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues Atomkraftwerk in Gösgen im Solothurner Niederamt vorgeprellt war. Bestrebungen zu einem gemeinsamen Vorgehen der Strombranche blieben bisher ohne konkretes Ergebnis. Laut Axpo und BKW laufen die Gespräche mit Atel aber weiter.

Die Stromkonzerne müssen allerdings mit heftigem Widerstand rechnen. Bereits nachdem Atel sein Gesuch eingereicht hatte, kündigten Grüne, SP und Umweltverbände das Referendum an.

(sda/ap/sper)

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B. Jorns, Bremgarten bei Bern

Verfasst am: 4.12.2008 18:34

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