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Runder Tisch zu Cargo-Werk Bellinzona

Dienstag, 18. November 2008, 19:49 Uhr, Aktualisiert 21:20 Uhr

Keine Entscheide in Luzern

Im Rahmen des fünften Runden Tisches haben Vertreter von SBB Cargo und der Industriewerke Bellinzona in Luzern über die mittelfristige Strategie des Betriebes in Bellinzona diskutiert. Entscheide fielen keine.

Franz Steinegger und Gianni Frizzo.
Frizzo (rechts) hatte sich von den Gesprächen unter der Leitung von Mediator Steinegger konkrete Zusicherungen erhofft. (keystone)

Im Zentrum stand die Frage der organisatorischen Umgliederung der Industriewerke Bellinzona von der Division Güterverkehr zur Division Personenverkehr. Mit der Überführung des Werks wollen die SBB Synergien im Bereich des Fahrzeugunterhalts nützen, wie Mediator Franz Steinegger nach den Gesprächen mitteilte.

Die erforderlichen Konsultationen und Gespräche mit allen Sozialpartnern und den Kantonen Tessin und Graubünden haben laut einer Mitteilung des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) bereits stattgefunden. Der geplante Transfer wurde von den Sozialpartnern zur Kenntnis genommen. Der Verwaltungsrat der SBB entscheidet demnächst darüber.

Dazu informierten die Vertreter der SBB und der Sozialpartner über den Stand der Umsetzung des Aktionsprogramms 2010. Dieses befindet sich in der Realisierungsphase; diverse Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit aufgenommen. Diese laufen selbständig weiter. Lediglich bei gravierenden Problemen wird der Runde Tisch einbezogen.

Gianni Frizzo, Präsident des Streikkomitees, zeigte sich vom Ausgang der Gespräche enttäuscht. «Wir hatten konkrete Zusicherungen für einen mittel- bis langfristigen Zeitraum erwartet. Diese gab es nicht», sagte Frizzo gegenüber dem Fernsehen der italienischen Schweiz (TSI).

Frizzo wird die Angestellten des Industriewerkes Bellinzona am Mittwoch an einer Vollversammlung über den Verlauf der Verhandlungen in Luzern informieren. Über allfällige Protestaktionen entscheidet das Plenum. «Wir müssen gut überlegen, was wir machen», sagte Frizzo.

Am fünften Treffen in Luzern nahmen Vertreter der SBB, der Gewerkschaften, des Streikkomitees der Industriewerke Bellinzona sowie Regierungsvertreter teil. Als Beobachter waren Vertreter des UVEK und des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) anwesend.

(sda/ap/hesa)

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