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International

Neue Gewaltwelle in Darfur

Montag, 17. November 2008, 0:05 Uhr

UNO fordert Waffenruhe im Sudan

Im Sudan werfen sich Rebellen und Regierungstruppen gegenseitig vor, eine neue Welle der Gewalt in der Krisenregion Darfur angezettelt zu haben. Mehrere Rebellengruppen sprachen von Angriffen und Razzien an verschiedenen Orten.

Ein sudanesischer Rebellenkämpfer mit Patronengürteln um den Körper geschlungen.
Die bis an die Zähne bewaffneten Rebellen und die sudanesische Regierung werfen sich gegenseitig neue Gewaltakte vor. (reuters)

Die Regierung erklärte dagegen, die Rebellen hätten einen Militärkonvoi angegriffen.

Der stellvertretende Leiter der Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (UNAMID), Henry Anyidoho, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Angaben beider Seiten würden untersucht. Er forderte die Streitkräfte auf, eine am Mittwoch von Präsident Omar al Baschir zugesagte Waffenruhe einzuhalten.

Die Rebellen müssten die Vorschlag annehmen und ebenfalls die Kämpfe einstellen, sagte Anyidoho.

Die Regierung in Khartum hat in der Vergangenheit bereits mehrfach einen Waffenstillstand ausgerufen, zumeist ohne Ergebnis.

Die Gewalt in Darfur hat nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den vergangenen Jahren 300'000 Menschen das Leben gekostet, mehr als 2,5 Millionen wurden vertrieben.

(ap/halp)

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