Schweiz
Schweizer Websites liefern Daten an Google
Migros, Aids-Hilfe Schweiz und andere betroffen
Selbst wer die Google-Dienste meidet, wird höchst wahrscheinlich Datenlieferant von Google. Die Sendung Kassensturz deckt auf, dass viele Schweizer Websites Daten an Google liefern, ohne dies zu deklarieren. Das verstösst gegen das Gesetz. Datenlieferanten sind etwa die Website der Migros, aber auch jene von politischen Parteien oder der Aids-Hilfe Schweiz.
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Suchmaschine, Mailprogramm oder Internet-Community: Der Milliardenkonzern Google betreibt mittlerweile rund 70 Internet-Dienste und gilt als eifrigster Datensammler der Welt.
Mit dem Programm «Google Analytics» können Website-Betreiber den Datenverkehr auf ihren Sites analysieren lassen. Das Programm registriert, wie sich die Besucher einer Website bewegen, was sie interessiert, was sie anklicken. Der Preis für diesen Gratis-Service: Die Daten werden automatisch an Google weitergeleitet. Google speichert die Daten in den USA.
Eine Auswertung der ETH Zürich im Auftrag von Kassensturz zeigt, dass viele Schweizer Website-Betreiber Daten an Google weitergeben: Grossverteiler wie die Migros oder Versicherungen wie Allianz Suisse. Aber auch Websites, auf denen User sensible Daten hinterlassen wie Aids-Hilfe Schweiz oder Suchtprävention Zürich.
Auch Behörden wie die IV-Stelle Schweiz und politische Parteien wie die SP oder die FDP liefern Daten an Google - ohne dies auf ihrer Website zu deklarieren. Doch der Nutzer muss von den Website-Betreibern über die Weitergabe der Daten an Google informiert werden. Das verlangt das Gesetz. «Jemand, der mit Google Analytics arbeitet, muss die Besucher der Website darüber informieren, dass die Daten ausgewertet werden und dass die Daten in die USA wandern» sagt der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür gegenüber Kassensturz.
Google teilt Kassensturz mit, dass die mittels Google Analytics erhobenen IP-Adressen nicht mit anderen Diensten von Google verknüpft würden. In den Nutzungsbedingungen verpflichte Google die Website-Betreibe dazu, den Einsatz von Google Analytics offen zu legen.
Nachdem Kassensturz die Firmen, Parteien und Institutionen und damit konfrontierte, dass sie gegen das Gesetz verstossen, haben einige bereits reagiert und auf ihrer Seite vermerkt, dass sie Daten an Google liefern. So will etwa die Aids-Hilfe Schweiz innert nützlicher Frist einen Vermerk auf der Website anbringen, die FDP klärt die juristische Situation ab und die Migros wird das Versäumnis bis 14. November aufholen. Die SP will den Hinweis umgehend auf der Website anbringen.
(sf/sper)
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T. Werning, Detmold
Verfasst am: 12.11.2008 8:22
Personenbezug der Daten?
Wo ist denn der personenbezug der Daten gegeben?... mehr
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S. Steiner, Bern
Verfasst am: 11.11.2008 20:14
vielleicht in der Bibliothek
Vielleicht muss man sich überlegen, ob man für... mehr
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M. hurni, Bern
Verfasst am: 11.11.2008 18:18
IV ,SP,FDP
alle sind herzlich eingeladen- auf meinem PC hier... mehr
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