International
TGV rast in Betonplatte
Fünfter Vorfall in drei Wochen
In Frankreich reisst die Anschlagsserie gegen die Staatsbahn SNCF nicht ab: Ein aus Brüssel kommender TGV-Hochgeschwindigkeitszug raste in der Nacht zum Montag in Südfrankreich in zwei Betonplatten, die Unbekannte auf die Schienen gelegt hatten.
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Wie die SNCF mitteilte, wurde von den rund hundert Menschen an Bord niemand verletzt. Es war der fünfte derartige Vorfall in drei Wochen.
Am Samstag waren an vier Stellen Eisenhaken in Oberleitungen entdeckt worden, die offenbar Stromabnehmer von Zügen abreissen sollten. 160 TGV-Züge im Norden, Osten und Südosten des Landes hatten deswegen teils mehrere Stunden Verspätung.
Der Vorfall in der Nacht zum Montag habe sich um 23.15 Uhr zwischen Béziers und Narbonne ereignet. «Der TGV-Lokführer hat einen Aufprall gespürt und den Zug angehalten», sagte ein BahnSprecher.
Der Zug sei nur geringfügig beschädigt worden und habe nach 70 Minuten weiterfahren können. Die SNCF erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Verkehrsminister Dominique Bussereau sprach von einem «böswilligen Akt».
Nach dem erneuten Vorfall hat die für Terrordelikte zuständige Staatsanwaltschaft in Paris die Ermittlungen übernommen.
Ermittler bescheinigen den Tätern gute Kenntnisse. Vielleicht hätten sie die Wartungszeiten genutzt, in denen nachts der Strom abgeschaltet werde. Die Täter hätten es verstanden, einen tödlichen Stromschlag zu vermeiden, sagte Bahn-Generalsekretär Stephane Volant dem «Parisien».
«Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mitarbeiter der Bahn sein Arbeitswerkzeug zerschlagen könnte», sagte Volant zu Spekulationen, es könne sich um Täter aus Reihen der Bahn handeln.
(sda/from)
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R. Bolliger, Orpund
Verfasst am: 11.11.2008 7:30
Die Tatorte,....
..Norden und Südosten von Frankreich, lassen... mehr
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