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Hunderte Demonstranten blockierten immer wieder die Gleise, um den Transport der abgebrannten Brennelemente ins niederländische Wendland zu verzögern. Atomkraftgegner warfen Steine und zündeten auf den Schienen Holzbarrikaden an. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer ein.
Die Fahrt der elf Atommüll-Behälter aus Frankreich nach Gorleben hatte sich am Samstag um rund zwölf Stunden verzögert. Drei Demonstranten hatten sich im deutsch-französischen Grenzgebiet an Bahngleise gekettet und so den Zug gestoppt.
Unübersichtliche Lage
Es ist noch unklar, wann der Zug im Verladebahnhof Dannenberg bei Gorleben eintreffen wird. Dort müssen die Behälter von der Schiene auf Lastwagen umgeladen und für die letzte Etappe auf der Strasse nach Gorleben vorbereitet werden.
Die Polizei sprach wegen zahlreicher Gleisblockaden in der Dunkelheit und im unwegsamen Gelände von einer unübersichtlichen Lage. «Wir haben es auch mit massiven Ausschreitungen und Gewalt zu tun», sagte ein Sprecher.
Vor dem Zwischenlager Gorleben ist es noch friedlich. Dort harren auf der Zufahrt zu der Halle seit Samstag viele hundert Menschen auf der Strasse aus. An einer Grosskundgebung in Gorleben am Samstag hatten rund 15'000 Menschen teilgenommen, mehr als doppelt so viele wie beim bislang letzten Transport 2006.
Brandanschläge auf Bahnstrecken
Neben den Ausschreitungen brachte die Polizei auch mehrere Fälle von Brandstiftung an Bahnstrecken in ganz Deutschland und in Frankreich mit den Anti-Atom-Protesten in Verbindung. Menschen wurden dabei nicht verletzt, es kam aber zu Verzögerungen im Bahnverkehr.
Bundesweit schützen gut 16'000 Polizisten den Transport. Bei dem stark strahlenden Atommüll in elf Behältern handelt es sich um nicht wiederverwertbare Überreste alter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken.
(sda/koua)
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