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International

Weltweit Hoffnung auf Obama

Mittwoch, 5. November 2008, 14:36 Uhr, Aktualisiert 16:03 Uhr

Barroso: Chance für Neuanfang

Die Wahl von Barack Obama zum neuen Präsidenten der USA hat weltweit die Hoffnung auf einen Neuanfang in den internationalen Beziehungen geweckt. Von Berlin über London und Paris wurde Obama als Hoffnungsträger bezeichnet, der Konflikte und Krisen anders als sein Vorgänger George W. Bush partnerschaftlich lösen werde.

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Gratulationen weltweit

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Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Obama zu seinem «historischen Sieg» und lud ihn nach Deutschland ein. Sie setze auf eine enge Zusammenarbeit dem künftigen Präsidenten.

Bundespräsident Horst Köhler sicherte Obama die Freundschaft und Partnerschaft Deutschlands bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu. Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: «Amerika hat den Wechsel gewählt, innenpolitisch wie aussenpolitisch.»

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach von einem Neuanfang in den transatlantischen Beziehungen. «Wir brauchen eine neue Übereinkunft für eine neue Welt. Ich hoffe, dass die USA unter der Führung Präsident Obamas gemeinsam mit Europa einen solchen 'New Deal' vorantreiben werden», erklärte Barroso in Brüssel.

Der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana rief Obama auf, in der internationalen Politik einen neuen Kurs einzuschlagen. «Obama hat im Wahlkampf einen grundlegenden Wandel versprochen, und das ist es, was wir heute brauchen», sagte er. «Es liegen viele Probleme auf dem Tisch, und ich hoffe, wir finden dafür gemeinsame Lösungen.»

Die irakische Regierung rechnet nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten nicht mit raschen Veränderungen in der amerikanischen Irak-Politik. Zwar habe Obama einen anderen Blickwinkel auf den Irak-Krieg als Bush, sagte Aussenminister Hoschjar Sebari in Bagdad. Dennoch gehe seine Regierung nicht von einem «eiligen Wechsel» aus.

Obama hat sich im Wahlkampf für einen vollständigen Abzug der US-Truppen im Irak binnen 16 Monaten ausgesprochen. Der afghanische Staatschef Hamid Karsai nannte die Wahl Obamas zum ersten schwarzen US-Präsidenten eine neue Ära für die USA und die gesamte Welt.

Der Iran wertete die Wahl Obamas als Triumph über die Politik Bushs. Die amtliche Nachrichtenagentur IRNA zitierte den prominenten Abgeordneten Gholam Ali Haddad Adel mit den Worten, Obamas Sieg zeige, dass die Amerikaner von Bush und dessen republikanischer Partei genug hätten. Die staatliche Zeitung «Iran» schrieb, der Wahlsieg Obamas stelle Bushs Unilateralismus und die Kriege im Irak und in Afghanistan als Desaster bloss.

Der Vatikan hofft, dass Obama sich als Präsident für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzt. «Alle von uns hoffen, dass Obama die in ihn gesetzten Erwartungen und Hoffnungen erfüllen kann», sagte ein Sprecher des Vatikans.

(ap/hesa)

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