International
Obama ist der 44. US-Präsident
Historischer Wahlsieg in den USA
Mit dem 47-jährigen Barack Obama wird zum ersten Mal ein Schwarzer die Geschicke des mächtigsten Landes der Erde lenken. Nach Auszählung von 92 Prozent aller Wahllokale liegt der Demokrat mit 52 Prozent der Stimmen vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain mit 47 Prozent. McCain gratulierte Obama zu dessen Wahlsieg.
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Rund 140 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten bescherten die Wählerinnen und Wähler dem demokratischen Senator aus Illinois einen überwältigenden Sieg über seinen republikanischen Konkurrenten John McCain.
In seiner ersten Rede schwor der Wahlsieger vor mehr als 100'000 Menschen in seiner Heimatstadt Chicago die USA auf schwierige Aufgaben und einen Neuanfang ein: «Change has come to America» (Der Wandel ist in Amerika angekommen).
Die Zeit seiner Präsidentschaft beginne mit immensen Herausforderungen, sagte Obama: «Zwei Kriege, ein Planet in höchster Gefahr, die schwerste Finanzkrise in einem Jahrhundert». Jetzt sei die Zeit, mit der Arbeit zu beginnen. Er wolle auch Präsident derjenigen Amerikaner sein, die ihn nicht gewählt hätten.
In vielen US-Städten gab es spontane Jubel-Demonstrationen. Viele Menschen weinten, nachdem die Fernsehsender den Sieg Obamas um 23 Uhr abends (Ortszeit Ostküste) verkündet hatten. Auch vor dem Weissen Haus in Washington feierten tausende Amerikaner den frisch gewählten US- Präsidenten.
Obamas Wahlkampfslogan «Yes we can» (etwa: Wir schaffen das) verwandelten die feiernden Massen in «Yes we did» (zu deutsch: Wir haben es geschafft).
Nach Medienberichten wollte Obama noch am Mittwoch ein Übergangsteam bilden. Der 49-jährige Kongressabgeordnete Rahm Emanuel soll Stabschef im Weissen Haus werden, hiess es.
McCain gestand seine Niederlage in Phoenix im Bundesstaat Arizona ein: «Das amerikanische Volk hat gesprochen», sagte der 72-Jährige vor enttäuschten Anhängern in Arizona. Er hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, sagte McCain. McCain und auch US-Präsident Bush gratulierten dem Sieger telefonisch und nannten die Wahl historisch.
Das Duell der beiden hat die Amerikaner an die Wahlurnen gelockt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Schätzungen bei 64,1 Prozent. Das wäre die höchste Beteiligung seit dem Zweiten Weltkrieg und noch höher als die beim Duell zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon 1960 (63,8 Prozent).
Zusammen mit dem designierten Vizepräsidenten Joe Biden wird Obama am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen. Dann endet auch die achtjährige Regierungszeit des Republikaners George W. Bush. Obama wird der 44. Präsident der USA sein.
Obama gewann in mindestens 27 US-Staaten und sammelte so 349 Wahlmännerstimmen - für den Sieg war eine Mehrheit von 270 der 538 Stimmen erforderlich. McCain konnte Obama in mindestens 18 Staaten bezwingen, was mit 147 Wahlmännerstimmen aber für den von ihm erhofften Umschwung in letzter Minute nicht ausreichte.
Knapper fiel das landesweite Stimmenverhältnis aus - hier erreichte Obama einen Anteil von 52 Prozent, McCain folgte mit 47 Prozent dicht dahinter.
Entscheidend für den Wahlerfolg waren Siege Obamas in den Schlüsselstaaten Florida, Ohio, Pennsylvania und Virginia. Der Kandidat der Demokraten sicherte sich zunächst die erwarteten Siege im Nordosten, einer traditionell liberalen Region, und im Mittleren Westen der USA.
Der Senator von Illinois gewann in seinem Heimatstaat und war auch im heftig umkämpften Pennsylvania erfolgreich. Dort hatte McCain einen besonders intensiven Wahlkampf geführt, um die erwarteten Verluste in anderen Staaten auszugleichen. Obama siegte auch in Ohio und Iowa, wo vor vier Jahren noch der Republikaner George W. Bush die Wahlmännerstimmen holte. Bislang konnte noch nie ein Republikaner ohne einen Sieg in Ohio die Präsidentschaftswahl gewinnen.
McCain war vor allem im konservativen Süden der USA erfolgreich. Er gewann wie erwartet in Staaten wie Utah, Arkansas, Kansas, Kentucky und Tennessee.
Sechs von zehn Wählern im ganzen Land nannten die Sorge um die Volkswirtschaft als wichtigsten Faktor ihrer Wahlentscheidung, wie eine Wählernachfrage der Nachrichtenagentur AP ergab. Kein anderes Thema, darunter die Energiepolitik, der Irak-Krieg, der Terrorismus und die Gesundheitsversorgung, hatte bei den Wählern einen höheren Anteil als zehn Prozent.
Die Wählernachfrage beruht auf einer Stichprobe von nahezu 10'000 Wählern nach ihrer Stimmabgabe. Sie ergab auch, dass fast 60 Prozent der Frauen Obama für den besseren Kandidaten hielten. Auch bei den Erstwählern lag Obama deutlich vorn.
(ap/frua/hues/fasc/hesa)
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 6.11.2008 20:40
An euch beide da oben
Wisst ihr auch wirklich, was ihr da schreibt? So... mehr
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 6.11.2008 20:17
2. Teil
werde auch ich mit ihm zufrieden sein. Falls er... mehr
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 6.11.2008 20:09
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Bisher habe ich eure Beiträge gelesen, aber... mehr
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