Schweiz
70'000 Schweizer onlinesüchtig
Online-Spiele, Chats und Sexseiten am beliebtesten
In der Schweiz sind gemäss Angaben von Fachleuten 70'000 Personen onlinesüchtig. Eine Publikation zeigt nun auf, welche Angebote zu exzessiven Gebrauch verleiten und was eine Abhängigkeit ausmacht.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Vor allem Online Games, Chats sowie Sex- und Pornoseiten weisen Merkmale auf, die User stark an sich binden können. Soziale Beziehungen oder die schulische/berufliche Leistung leiden. Auch Haltungsschäden, ein gestörtes Essverhalten, Kopfschmerzen oder Sehschwierigkeiten sind möglich.
Typisch für eine Onlinesucht sind insbesondere der Kontrollverlust und der Drang, immer länger online zu sein. «Jugendliche sind speziell gefährdet, abhängig zu werden. Sie können sich schlechter kontrollieren, sie brauchen die Unterstützung von Erziehenden», erklärt Sabine Dobler, Präventionsfachfrau der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA).
Eine konservative Schätzung geht davon aus, dass hierzulande 70'000 Personen onlinesüchtig und 110'000 gefährdet sind. Onlinesucht und Abhängigkeit von Alkohol oder einer illegalen Droge zeigen vergleichbare Symptome und Begleiterkrankungen. In allen Fällen kommt es zu Veränderungen im Belohnungszentrum des Gehirns. Dadurch reichen alltägliche Belohnungssituationen nicht mehr aus.
Betroffene sind immer häufiger und länger online und reagieren nervös oder aggressiv bei Entzug. Häufig wird das Problem von den Betroffenen heruntergespielt. Eine Schweizer Studie hat festgestellt, dass Onlinesüchtige durchschnittlich 35 Stunden pro Woche ausserberuflich im Netz verbringen.
Kinder und Jugendliche sind eine zentrale Zielgruppe der Prävention. Nötig sind das Interesse der Erwachsenen und Gespräche darüber, was die Heranwachsenden mit dem Internet tun. Regeln zur Nutzung (z.B. Zeitbudget / Art der Spiele) sowie die internetfreie Freizeitgestaltung mit realen Erlebnissen sind unabdingbar.
64 % der Schweizer Bevölkerung ab 14 Jahren nutzt das Internet regelmässig. Mehr Männer (73 %) als Frauen (56 %) zählen zu den regelmässigen Nutzern, wobei die Frauen aufholen. Der Anteil Personen ab 50 Jahren, die das Internet regelmässig gebrauchen, ist mit 41 % deutlich kleiner als bei den 14- bis 29-Jährigen (84 %).
Die neue Publikation der SFA zeigt, welche Angebote eine exzessive Bindung hervorrufen können. Sie beleuchtet die Merkmale einer Abhängigkeit sowie Ansätze der Prävention. Die Publikation wurde zusammen mit der Arbeitsgruppe «Onlinesucht» des Fachverbandes Sucht erstellt.
(ap/bucf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Frankreich: Störfall in AKW Cattenom hochgestuft
- Jugend ohne Job: UNO warnt vor fataler Entwicklung
- Proteste in Kairo: Neue Opfer und Entspannungssignale
- Frankreich: Streik im Luftverkehr zieht weite Kreise
- Obama im Umfrage-Aufwind: Romney auf Verliererstrasse
- Im Herbst zu warm, im Winter zu kalt – Wetter drückt Umsatz von Schild
- Keine Tore bei Liverpool - Tottenham
- Ibrahimovic für 3 Spiele gesperrt
- Syrien: «Heftigstes Bombardement seit Tagen»
- Irischer Protestantenführer Paisley im Spital
- Griechenland baut Grenzzaun gegen illegale Einwanderer
- US-Steuerstreit: «Globallösung ist der einzige Weg»
- Djokovic ist Weltsportler des Jahres 2011
- Merkel und Sarkozy fordern Sperrkonto für Athen
- Mordprozess Uster: Staatsanwalt fordert 20 Jahre Gefängnis
- Bank Julius Bär: Steuerstreit belastet Jahresergebnis


US-Steuerstreit: «Globallösung ist der einzige Weg»
Tiefkühlschrank Schweiz: Kälte ärgert Pendler
Todesopfer im Genfer Occupy-Lager
Obama im Umfrage-Aufwind: Romney auf Verliererstrasse
Frankreich: Störfall in AKW Cattenom hochgestuft
Jugend ohne Job: UNO warnt vor fataler Entwicklung
Proteste in Kairo: Neue Opfer und Entspannungssignale
Frankreich: Streik im Luftverkehr zieht weite Kreise
Athener Verhandlungsmarathon dauert an
China boykottiert Klimaschutzabgabe der EU
Mann bei Hausbrand in Horw getötet
Die berühmte «Mona Lisa» hat eine Zwillingsschwester
Neuer Impfplan: Schutz vor Keuchhusten auch bei Ewachsenen
Kampfjets: Franzosen unterbieten Gripen-Angebot
Bundesrat macht ernst mit Weissgeld-Strategie
















M. Fricker, Rüti/GL
Verfasst am: 21.10.2008 13:30
Teil2
wen die ganze Menschheit Todkrank ist? Ich für... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Fricker, Rüti/GL
Verfasst am: 21.10.2008 13:27
Hilfe ich bin
Todkrank und ein absoluter Internetverseuchter... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
L. Barbara, Lausen
Verfasst am: 21.10.2008 4:52
Sucht
ist die Krankheit, nach der unsere ganze... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten