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Schweiz

Vergewaltigung im WK

Mittwoch, 15. Oktober 2008, 11:27 Uhr, Aktualisiert 24.10.2008, 14:23 Uhr

Soldatin offenbar sexuell missbraucht

Wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch einer Armeeangehörigen in einem Wiederholungskurs hat die Militärjustiz ein Untersuchungsverfahren eröffnet. Die Übergriffe sollen sich vergangene Woche in Cortaillod (NE) ereignet haben.

Soldaten von hinten.
Mehrere Soldaten sollen im WK in Cortaillod (NE) eine Soldatin vergewaltigt haben. (colourbox/symbolbild)

Das Verfahren sei wegen «angeblichen Übergriffen auf eine weibliche Angehörige der Armee» eröffnet worden, sagte eine Sprecherin Oberauditorates und bestätigte einen Bericht der Westschweizer Zeitung «Le Matin» .

Ins Spital eingewiesen

Weitere Angaben zu der Frau machte die Sprecherin aus Gründen des Opferschutzes nicht. Die Armeeangehörige wurde in schlechtem gesundheitlichen Zustand in ein Spital eingewiesen. Ob sie das Krankenhaus wieder verlassen konnte, gaben die Behörden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt.

Das Verfahren wurde laut Schenker auf Verlangen des Kommandanten des Stabes Spitalbataillon 2, eingeleitet. Dessen Wiederholungskurs endete am Freitag. Die rund 100 Armeeangehörigen aus der Westschweiz und aus dem Tessin wurden noch im Dienst von der Militärjustiz einvernommen.

Wann genau es zu den Übergriffen gekommen und wie viele Armeeangehörige daran beteiligt gewesen sein sollen, wollte die Sprecherin nicht sagen. Auch über die Umstände des Vorfalls gab sie nichts bekannt. Die Fall wurde einem militärischen Untersuchungsrichter übergeben.

Tat folgte abendlicher Beizentour

Laut dem Zeitungsbericht sollen sich die Übergriffe nach einer abendlichen Beizentour ereignet haben. Dabei soll reichlich Alkohol geflossen sein.

Das Dienstreglement der Armee enthält keine speziellen Massnahmen betreffend weibliche Armeeangehörige. «Es gibt keine Regeln, um Frauen besonders zu schützen», sagte Jean-Luc Piller, Kommunikationschef Heer.

Eigene Schlafräume

Frauen stünden alle Funktionen in der Armee offen, sagte Piller. Die Kompaniekommandanten seien aber gehalten, Frauen im Dienst eigene sanitäre Anlagen und Schlafräume zur Verfügung zu stellen. In Wiederholungskursen arbeiteten Frauen und Männer aber gemeinsam.

Ob die geltend gemachten Übergriffe in Cortaillod der erste Vorfall dieser Art in der Armee sind, gaben die Militärbehörden nicht bekannt. Die ersten gemischten Rekrutenschulen gab es 1995 bei den Transporttruppen. Anfang 2008 gehörten 1010 Frauen zur Armee.

(sda/sper)

Kommentare aktiv...

L. Stoerr

Reinach
Verfasst am:
18.10.2008 19:50

 

Habe nichts gegen w. AdA's!

Als AdA mit Fhr.funktionen merke ich (männl.)... mehr …

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M. Graf

Dietikon
Verfasst am:
17.10.2008 11:32

 

Weil das männerdominierte Militär

immer noch den viel höheren Stellenwert hat als... mehr …

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M. Graf

Dietikon
Verfasst am:
17.10.2008 11:28

 

Und wo bleibt die Ethik

Gibt es die in der Armee (diesem Sauladen)nicht... mehr …

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