Schweiz
Hoffnung für Asbestopfer
Bundesgericht heisst Beschwerde gut
Das Bundessgericht hat mit einem Urteil die Opferhilfe gestärkt. Viele Arbeiter kamen in den 1960er-Jahren mit dem Asbest in Kontakt und blitzten bei der Opferhilfe ab, weil ihre Fälle so weit zurückliegen. Das hat sich nun geändert, wie «10vor10» berichtet.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Das Bundesgericht entschied nun, es sei nicht massgebend, wann die Opfer mit dem Asbest in Kontakt gekommen seien. Entscheidend bei einem Opferhilfegesuch sei vielmehr, wann die Krankheit ausgebrochen sei.
Das eröffnet vielen Opfern eine neue Perspektive, wie «10vor10» anhand eines Beispiels einer Frau eines Asbestopfers darlegt. Sie reichte 2006 bei der kantonalen Opferhilfestelle ein Gesuch um Opferhilfe ein.
Das Gesuch begründete die Frau damit, dass ihr Mann in den Jahren 1963 bis 1967 als Elektromonteur ungeschützt mit Asbest gearbeitet hatte. Die Opferhilfestelle trat aber nicht auf das Gesuch ein, mit der Begründung, die mutmassliche Straftat habe lange vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfern von Straftaten stattgefunden. Die Frau reichte daraufhin Beschwerde beim Bundesgericht ein.
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde nun gut. Nicht der Zeitpunkt des Kontaktes mit dem Asbest sei entscheidend, sondern die Kenntnis der Krankheit, begründen die Lausanner Richter das Urteil.
Das Opferhilfegesuch muss jetzt erneut geprüft werden, weil die Krankheit des Opfers erst 2005 ausgebrochen war.
(sf/horm)
Meldungen im Tagesverlauf
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid


Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert


















