Kultur
SF verwandelt Zürcher HB in Opernbühne
«La Traviata» zwischen Bahngleisen
Das Schweizer Fernsehen hat eine der beliebtesten Opern zwischen Pendlerströmen und Bahngleisen inszeniert: Giuseppe Verdis «La Traviata» wurde im Zürcher Hauptbahnhof aufgeführt und live übertragen. Mehrere Tausend Schaulustige verfolgten den Kultur-Event in der ungewöhnlichen Umgebung.
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Die Ansprüche an die Produktion waren hoch: Die «Traviata» mitten in den Pendlerströmen wollte laut SF «Alltagsrealität und grosse Kunst verschmelzen».
Für die Live-Übertragung auf SF und Arte-TV waren 15 Kilometer Kabel verlegt worden sowie 105 Scheinwerfer und 151 Mikrofone montiert worden. Mit 16 Kameras wurde das Geschehen eingefangen, eine von ihnen war im Gewölbe der Bahnhofshalle an beweglichen Seilen aufgehängt.
In den Hauptrollen des Liebesdramas waren neben der italienischen Sopranistin Eva Mei auch die italienischen Solisten Vittorio Grigòlo und Angelo Veccia zu sehen. Auf einem Podium mitten in der 24 Meter hohen Haupthalle lieferten Chor und Orchester des Opernhauses Zürich unter Leitung von Paolo Carignani die Musik.
Die Sängerin und die Sänger erhielten den Orchesterton bei ihren Auftritten in einem Bahnhofscafé oder auf den weit von den Musikern entfernten Gleisen per Ohrhörer übermittelt.
Als Produktionspartner fungierten neben dem Kultursender Arte die SBB und das Opernhaus Zürich. Moderatorin Sandra Studer führte die Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen durch die Sendung.
Dank ihres Melodienreichtums, der authentischen Figuren und der bewegenden Geschichte gehört Verdis Oper «La Traviata» zu den beliebtesten Opern überhaupt. Die Geschichte rückt eine von der Gesellschaft Geächtete, die Pariser Kurtisane Violetta Valéry, in den Mittelpunkt.
Violetta begegnet auf einem Tanzball ihren wahren Liebe. Um den Ruf des geliebten Alfredo Germont nicht zu gefährden, verzichtet sie jedoch auf Drängen seines Vaters Giorgio auf ihr Glück, kehrt zurück in die Halbwelt und erliegt bald darauf einer unheilbaren Krankheit.
(sf/sda/schj)
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I. Rohner-Rigassi, Schwäbisch Gmünd
Verfasst am: 2.10.2008 11:06
Bravissimo
Ein herrliches Opernerlebnis. Hoffentlich haben... mehr
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W. Misteli, Zürich
Verfasst am: 1.10.2008 20:52
@ S. Gähler
Auch Ihnen vielen herzlichen Dank für die... mehr
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T. Sigrist, Neuss-Holzheim
Verfasst am: 1.10.2008 16:05
Sie sollten sich nur schämen
wahrscheinlich sind eben Leute wie Sie schuldig... mehr
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