International
Israel riegelt Westjordanland ab
Olmert spricht langfristig von Abzug
Aus Angst vor Anschlägen während des jüdischen Neujahrsfests hat die israelische Armee das Westjordanland komplett abgeriegelt. Israels Premier Ehud Olmert sprach sich derweil für essenzielle Gebietszugeständnisse aus.
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Diese Massnahme gelte bis Mittwoch um Mitternacht, sagte ein Armeesprecher in Jerusalem. Begründet wird die Abriegelung mit dem jüdischen Neujahrsfest, das ab heute in Israel gefeiert wird. Die Armee sei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.
Derweil hat der scheidende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert in einem Interview mit der Tageszeitung «Jediot Ahronot» gesagt, dass eine Frieden nur mit einem Abzug seines Landes aus umstrittenen Gebieten möglich sei.
Israel müsse sich aus grossen Teilen Ostjerusalems zurückziehen und den Palästinensern einen Staat in einem Gebiet zugestehen, dessen Grösse dem gesamten Westjordanland und Gazastreifen entspricht. Es waren die bislang eindeutigsten Zeichen einer Bereitschaft Olmerts, in Friedensgesprächen auf Schlüsselforderungen der Palästinenser einzugehen.
Voraussetzung für einen Frieden mit Syrien sei ein israelischer Abzug von den Golanhöhen, sagte Olmert. Er selbst sei jahrzehntelang nicht bereit gewesen, die Realität «in all ihrer Tiefe» wahrzunehmen.
(sda/ap/frua)
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