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International

China von Gift-Milch überschwemmt

Samstag, 27. September 2008, 4:17 Uhr

Skandal zieht immer weitere Kreise

Der chinesische Milchskandal zieht immer weitere Kreise. Nach der Milch sind nun auch Kekse, Bonbons, Baby-Müsli und Reiswaffeln vom Melamin-Skandal betroffen. Ein chinesischer Hersteller hat den Verkauf der Bonbon-Marke «White Rabbit» gestoppt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Zwei Mütter mit ihren kleinen Kindern. Eines schläft, ein anderes nuckelt an einer Milchflasche.
Insgesamt 53'000 chinesische Babys sind bisher durch die Gift-Milch krank geworden. (reuters)

Die Bonbon-Marke wird in etwa 20 Länder exportiert - vor allem nach Südostasien. In Hongkong teilten die Behörden mit, Melamin sei in einem Baby-Müsli sowie in Reis-Waffeln gefunden worden. Daraufhin sei ein Rückruf angeordnet worden.

Ebenfalls in der britischen Ex-Kolonie verbannten zwei Supermarkt-Ketten in China hergestellte Kekse aus ihren Regalen. Die Gesundheitsbehörden hatten bei den Keksen einen extrem hohen Melamin-Wert festgestellt.

Die Fast-Food-Kette Pizza Hut in Taiwan nahm landesweit geriebenen Käse aus dem Vertrieb. Tests hatten nach Unternehmensangaben einen Melamingehalt nachgewiesen, der 30 Mal so hoch war wie der erlaubte Grenzwert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisierte die lokalen Behörden in China für die Vertuschung der Fälle. Die Krise habe sich dadurch noch verschärft, beklagte der WHO-Vertreter in Peking, Hans Troedsson.

Es habe Verzögerungen an mehreren Stellen gegeben, die vermutlich auf «eine Kombination von Ignoranz und absichtlichem Zurückhalten von Berichten» zurückzuführen seien. Wenn Informationen sofort weitergegeben worden wären, hätte es nicht Erkrankungen in diesem Ausmasse gegeben.

Troedsson hob aber hervor, dass die Zentralregierung angemessen mit dem Skandal umgegangen sei. Keine Entwarnung Entwarnung konnte Troedsson keine geben. «Es könnten noch mehr Todesfälle aufgedeckt werden, aber wir glauben nicht, dass es eine hohe Zahl sein wird», sagte er.

In China starben bislang vier Säuglinge durch Melaminverseuchtes Milchpulver, 53'000 weitere wurden durch das Pulver krank.

Die genaue Zahl der erkrankten Kinder bleibt allerdings unklar. Das chinesische Gesundheitsministerium hat seit knapp einer Woche keine neuen Zahlen mehr vorgelegt.

(sda/afp/reuters/halp)

Kommentare aktiv...

P. Pauli, Unterseen

Verfasst am: 28.9.2008 17:51

etwas ironisch...

na, das passt doch: im zeitalter der... mehr

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P. Soltermann, Fuzhou, FuJiang

Verfasst am: 27.9.2008 5:19

harte Strafen gegen Pancher

Auf den Melamin-Skandal hat die chinesche... mehr

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