Schweiz
Widmer-Schlumpf übernimmt Geschäfte von Merz
Bundesrätin will sich voll einsetzen
Der Bundesrat hat nach der Erkrankung von Finanzminister Hans-Rudolf Merz dessen Stellvertretung geregelt. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf übernimmt die Geschäfte ihres erkrankten Kollegen, darunter das Dossier Finanzkrise.
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Die sechs verbleibenden Regierungsmitglieder kamen zu einer Sondersitzung zusammen. Vorgängig sei ein Inventar der Geschäfte gemacht worden, die Merz ins Parlament habe bringen wollen, sagte Bundespräsident Pascal Couchepin in Bern vor den Medien.
Gleiches sei für die Geschäfte gemacht worden, die Merz in den nächsten Wochen in den Bundesrat hätte bringen wollen. Eveline Widmer-Schlumpf habe sich bereit erklärt, die Geschäfte des Finanzdepartements zu übernehmen. Vor ihrer Wahl in den Bundesrat im Dezember war Widmer-Schlumpf Bündner Finanzdirektorin.
«Es tut mir sehr leid, dass Hans-Rudolf Merz ein so schweres Schicksal durchmachen muss», sagte die Justizministerin. Der ganze Bundesrat hoffe, dass er sich sehr bald erholen werde und seine Arbeit wieder aufnehmen könne, die er mit so grossem Engagement ausübe.
Sie wünsche seiner Familie und ihm viel Kraft und das nötige Quäntchen Glück. Ausserdem versprach sie bezüglich ihrer Arbeit als Merz' Stellvertreterin im EFD: «Ich werde mich voll einsetzen, damit er sich, wenn er zurückkommt, nicht ärgern muss - zumindest nicht über mich.»
Priorität habe für Widmer-Schlumpf das Justiz- und Polizeidepartement, sagte Couchepin. Subsidiär unterstützt werde sie von Moritz Leuenberger. Wenn der Bundesrat zu sechst tage, werde er als Präsident falls nötig Stichentscheide fällen, hielt Couchepin fest.
Couchepin teilte zudem mit, dass der Gesundheitszustand von Hans-Rudolf Merz stabil sei. Nicht bekannt seien die neurologischen Folgen von Merz' Zusammenbruch. Am Sonntag sei noch von einem stabilen, aber kritischen Zustand gesprochen worden, sagte Couchepin. Nun sei von «stabil» die Rede, was eine Verbesserung bedeute.
Sein Regierungskollege könne jedoch noch nicht sprechen, fuhr Couchepin fort. Und um zu wissen, ob Merz' neurologische Funktionen unversehrt geblieben seien, seien Tests nötig. Es werde davon ausgegangen, dass Merz nach seinem Zusammenbruch am Samstag vier bis acht Wochen im Spital bleiben müsse.
(sda/hesa)
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M. Schwager, Bottighofen
Verfasst am: 23.9.2008 14:02
Liebe/r F.J.
Eveline Widmer-Schlumpf hat sehr wohl grosse... mehr
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F. J., Zürich
Verfasst am: 23.9.2008 7:28
beunruhigend
irgendwie ist das ganze beunruhigend, dass in... mehr
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F. Frei, Buriram
Verfasst am: 23.9.2008 6:11
Was wäre ein grösserer Vertrauensbeweis?
Dass der BR Frau Widmer-Schlumpf vertraut und ihr... mehr
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