International
Rom setzt 1000 Soldaten gegen Camorra ein
Mafia-Blutbad zwingt Berlusconi zum Handeln
Nach der Erschiessung von sechs Schwarzafrikanern bei Neapel setzt die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf Härte. Das Militär soll helfen, die Camorra als mutmassliche Urheberin der Schiesserei zu bekämpfen.
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Verteidigungsminister Ignazio La Russa sagte, das Kabinett in Rom könnte die Entsendung von 1000 Soldaten in die Region Kampanien zur Bekämpfung des neapolitanischen Arms der Mafia beschliessen.
«Die Soldaten sollen die Polizei im Kampf gegen die Camorra unterstützen», sagte La Russa. Es seien bereits 400 zusätzliche Polizisten in die Region Kampanien geschickt worden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Dies hat zur Festnahme eines in die Schiesserei verwickelten Mannes geführt, wie die Polizei mitteilte. Hintergrund des Blutbads bei Castel Volturno nördlich von Neapel könnte der Streit um den illegalen Drogenhandel oder um Prostitution sein.
Seit Anfang August sind in den italienischen Grossstädten Soldaten im Einsatz, um Einrichtungen wie Regierungsgebäude, Bahnhöfe und diplomatische Vertretungen zu überwachen. Allein in Rom sind 400 Soldaten stationiert, in Mailand sind es 424. Die Soldaten sollen die Polizei entlasten.
(sda/wegr)
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