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Tiefe Betroffenheit in Bundesbern

Sonntag, 21. September 2008, 18:47 Uhr, Aktualisiert 22:05 Uhr

«Gedanken bei Familie Merz»

Die Nachricht vom Kreislaufkollaps von Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat bei den Parteispitzen Überraschung und Betroffenheit ausgelöst. Alle äusserten die Hoffnung, dass sich der Finanzminister so rasch wie möglich wieder erholt.

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FDP-Präsident Fulvio Pelli hat sich tief betroffen gezeigt. Es seien alle sehr überrascht gewesen, zumal Merz sehr gesund gelebt habe, sagte Pelli. «Herr Merz war im Moment wirklich ein Anker der Stabilität für die Schweiz und zwar sowohl für den Bund wie auch, was die Finanzkrise betrifft», sagte Pelli.

Wichtig sei jetzt, dass der Bundesrat sofort reagiert habe und Eveline Widmer-Schlumpf die Verantwortung für die Finanzen übernehme. Denn das sei eine Aufgabe, die angesichts der derzeitigen Lage von einer Stunde zur anderen verfolgt werden müsse. Da Bundespräsident Pascal Couchepin auf seine Reise an die UNO-Generalversammlung verzichtet und in der Schweiz bleibe, herrsche auf politischer Ebene in der Schweiz eine stabile Situation. «Ich wünsche Herrn Merz alles Gute und hoffe, dass die Operation gut verläuft und wir morgen gute Nachrichten von ihm bekommen werden», sagte Pelli weiter.

SP-Präsident Christian Levrat hofft auf eine rasche Genesung von Merz. «Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist und er sich rasch wieder erholt», sagte Levrat. Vom Bundesrat erwarte er nun, dass er seine kollektive Verantwortung wahrnehme und möglichst rasch Massnahmen treffe, damit das Finanzdepartement seine Rolle weiter wahrnehmen könne. Der gesundheitsbedingte Ausfall von Merz komme im schlimmsten Moment, während der weltweiten Finanzkrise. «Der Bund zeigt sich aus meiner Sicht zu passiv. Jetzt ist es am Bundesrat, seine Verantwortung wahrzunehmen, und eine Krise in der Schweiz zu verhindern», sagte der SP-Präsident.

CVP-Präsident Christophe Darbellay hat die Nachricht vom Kreislaufkollaps von Merz mit grossem Bedauern und tief betroffen zur Kenntnis genommen. Er hoffe, dass sich sein Gesundheitszustand so schnell wie möglich bessere und dass die Medizin ihm helfen könne. Auf die Frage nach den Folgen des gesundheitsbedingten Ausfalls des Finanzministers sagte der CVP-Präsident: «Die Politik steht jetzt nicht im Vordergrund. Die Gedanken gehen in erster Linie an Herrn Merz und an seine Familie.» Die Stellvertretung im Bundesrat sei organisiert.

Die SVP wünsche dem Finanzminister alles Gute und gute Besserung, sagte SVP-Sprecher Alain Hauert. Die Fortführung der Regierungsgeschäfte müssten nun über die Stellvertreterregelung sichergestellt werden.

(ap/schj/fasc)

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