International
Auch Frischmilch mit Melamin verseucht
Skandal in China weitet sich aus
Der Milchpulver-Skandal in China zieht immer weitere Kreise. Wie die Behörden mitteilten, wurde nun auch in Frischmilch die giftige Chemikalie Melamin gefunden, an der bereits vier Säuglinge gestorben sind.
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Der Stoff sei in haltbarer Frischmilch der drei führenden Hersteller Chinas nachgewiesen worden. Eine Untersuchung von Milch aus den grössten chinesischen Molkereien ergab, dass fast zehn Prozent der Proben mit Melamin versetzt waren.
Betroffen seien die Produkte der Firmen Yili, Mengniu und Bright Dairy, die in ganz China im Handel sind. Die Unternehmen wurden aufgefordert, die Milch zurückzurufen. In vielen Supermärkten in Peking waren die Milchregale bereits am Donnerstag leer.
Zuvor war bekannt geworden, dass der gefährliche Zusatzstoff Melamin auch von einem Sponsor der Olympischen Spiele in Peking verwendet worden war. Insgesamt sind inzwischen 22 Firmen in den Skandal verwickelt.
Nach Angaben der Behörden drohen Erwachsenen von der mit Melamin versetzten Milch keine gesundheitlichen Schäden. Dagegen sind in den vergangenen Tagen bereits mehr als 6200 Kleinkinder durch die Chemikalie an Nierensteinen erkrankt. Am Donnerstag war der Tod eines vierten Babys gemeldet worden, das möglicherweise nach dem Verzehr gepanschter Milch gestorben ist.
Mit einem weiteren Anstieg der Zahlen wird gerechnet. Mit Melamin, das in der Industrie als Bindemittel eingesetzt wird, kann minderwertige Milch künstlich aufgebessert werden.
(sda/hesa)
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