Wirtschaft
Notenbanken pumpen weiter Geld in den Markt
SNB stellt täglich 10 Mrd. zur Verfügung
Notenbanken haben wegen der Finanzkrise weltweit mehr als 180 Milliarden Dollar angeboten. Allein bei der Europäischen Zentralbank können die Banken am Donnerstag bis zu 40 Milliarden Dollar für einen Tag aufnehmen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stellt neu täglich bis zu zehn Milliarden Dollar zur Verfügung.
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Die Bank von Japan bietet erstmals Dollar an, bis Jahresende sollen es 50 Milliarden Dollar sein.
Mit diesem Schritt wollen die Notenbanken Engpässe am Dollar-Geldmarkt lindern, die sich nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers, dem Notverkauf von Merrill Lynch und der 85-Milliarden-Dollar-Rettung des Versicherers AIG in den vergangenen Tagen verschärft hatten.
«Die Zentralbanken arbeiten weiterhin eng zusammen und werden die nötigen Schritte einleiten, um die anhaltenden Spannungen zu lindern», teilten die Währungshüter mit. Allerdings war die Nachfrage nach Dollar bei der Bank von England gering.
Von den gebotenen 40 Milliarden Dollar nahmen die Kreditinstitute lediglich 14 Milliarden Dollar auf.
Auch Notenbanken in Australien und Indien schlossen sich den Aktionen an; sie hatten zuvor schon zusammen 28 Milliarden Dollar in den Markt gepumpt. Die chinesische Zentralbank lockerte zudem zum zweiten Mal in dieser Woche ihre Geldpolitik.
Russland will mit umgerechnet knapp 20 Milliarden Dollar seinem Aktienmarkt zu Hilfe kommen, wo der Handel am Freitag wieder aufgenommen werden soll. Präsident Dmitri Medwedew sagte, die Hälfte der Summe komme aus dem Staatshaushalt. Weitere Massnahmen würden eingeleitet, falls nötig.
Die Schweizerische Nationalbank hat unterdessen beschlossen ihren Leitzins unverändert zu lassen. Das Zinszielband für den Dreimonats-Libor bleibe bei 2,25 bis 3,25 Prozent, der Libor solle in der Mitte bei 2,75 Prozent gehalten werden, teilte die SNB mit. Der Entscheid war von Ökonomen so erwartet worden.
(ap/reuters/sper)
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W. FUCHS, MALTERS
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