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SBB-Cargo-Konflikt vor Kompromiss

Dienstag, 16. September 2008, 1:47 Uhr, Aktualisiert 08:39 Uhr

Entlastungen in Millionenhöhe geplant

Das Industriewerk Bellinzona der SBB Cargo soll zum Sektor Personenverkehr überwechseln. Diesen Vorschlag macht die Konzernleitung den Sozialpartnern. Das ausgearbeitete Sparprogramm im Umfang von 10 Mio. Franken soll schrittweise umgesetzt werden.

Frizzo.
Ex-Streikführer Frizzo erachtet das Sparprogramm als grossen Schritt. (reiters)

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Die SBB-Vertreter präsentierten ihren Vorschlag für die SBB-interne Verlagerung des Werks, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte. Nach Ansicht der Bundesbahnen wäre dies opportun.

Das Werk Bellinzona werde auf diese Weise in ein Netz von Industriewerken integriert und könne zentral geführt werden. Denn im Sektor Personenverkehr seien grössere Kapazitäten für die Wartung von Wagen und Loks vorhanden als im Güterverkehr. Die Sozialpartner werden über diesen Vorschlag der SBB detailliert informiert. Sie können danach dazu Stellung beziehen.

Bereits am 23. Juni hatten sich die Gesprächspartner auf ein Massnahmenprogramm geeinigt, das von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet worden war. Dieses soll bis 2010 Entlastungen in der Höhe von mindestens 10 Mio. Franken bringen - durch Einsparungen, aber auch, indem mehr Aufträge generiert werden.

Die Arbeitsgruppe legte den Parteien die Details dieses Programms vor. Dieses wurde genehmigt und soll nun unter Einbezug der Sozialpartner schrittweise umgesetzt werden. Die Arbeitsgruppe wird die Umsetzung ihrerseits begleiten und kontrollieren.

Die Parteien zeigten sich mit dem Erreichten zufrieden. Gianni Frizzo, ehemaliger Streikführer in Bellinzona, sagte gegenüber dem Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz (TSI), es sei ein weiterer grosser Schritt gemacht worden.

Wichtig sei in erster Linie auch, dass nun miteinander geredet werde. Mediator Franz Steinegger sieht seinerseits eine positive Zukunft für das Werk Bellinzona, wie er der TSI sagte. Es seien aber noch mindestens drei weitere Treffen notwendig. Das nächste ist für den 18. November anberaumt, ein weiteres für kommenden März.

Auch Regierungspräsident Marco Borradori war zufrieden. Zwischen der SBB-Spitze und den Angestellten herrsche wieder Vertrauen.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

R. Bolliger, Orpund

Verfasst am: 16.9.2008 7:18

Ein erster Schritt in die...

..bessere Zukunft, wird der Wechsel zum... mehr

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