Wirtschaft
Rabenschwarzer Tag an den Finanzmärkten
CS überholt UBS
Die Krisenstimmung an den Börsen weltweit hat auch am Tag nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers angehalten. Finanzwerte verbuchten erneut teils zweistellige Kursverluste. Tief im Minus standen Banktitel, aber auch Versicherer hatten unter der drohenden Pleite des US-Versicherers AIG zu leiden. An der Schweizer Börse sanken die Aktien der Grossbank UBS auf ein Allzeittief.
- GALERIE: Entsetzen an den Börsen rund um den Globus
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Die UBS-Aktien stürzten am Nachmittag um fast 25 Prozent auf 15.18 Fr. in die Tiefe und standen bei Börsenschluss noch 17,2 Prozent im Minus bei 16.64 Franken. Damit hat die UBS ihre Stellung als grösste Schweizer Bank verloren. Überholt wurde sie von der Credit Suisse, die nun eine Börsenkapitalisierung von gut 53 Mrd. Franken aufweist. Die UBS weist nach dem heutige Tiefflug noch eine Börsenkapitalisierung von knapp 49 Mrd. auf.
Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re verloren zeitweise knapp ein Fünftel an Wert und notierten zum Schluss 13 Prozent tiefer auf 54.05 Franken. Die Finanztitel rissen den Gesamtmarkt in die Tiefe, der SMI verlor am Dienstag 3 Prozent.
Auch andere Börsen verzeichneten Kurseinbrüche, die Londoner Börse verbuchte etwa ein Drei-Jahres-Tief, auch asiatische Börsen hatten zuvor teils drastische Kursstürze erlebt.
Zentralbanken in Europa, den USA und Asien pumpten wiederum Milliardensummen in den Markt. Die US-Notenbank (Fed) stellte dem Geldmarkt zusätzlich 50 Mrd. Dollar zur Verfügung, die europäische Zentralbank (EZB) 70 Mrd. Euro.
Ausgelöst wurden die aktuellen Turbulenzen durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am Montagmorgen. Zudem wurde die angeschlagene Bank Merrill Lynch von der Bank of America übernommen. Sorgen wegen AIG Für neue Beunruhigung sorgte am Dienstag vor allem der einst weltgrössten Versicherer AIG, der um sein Überleben kämpft und dringend frisches Kapital braucht.
Die AIG-Aktien brachen erneut um 70 Prozent ein. Die drei wichtigsten Ratingagenturen reduzierten ihre Bonitätsnoten für den Konzern. Dies verteuert die Refinanzierung und könnte eine existenzbedrohende Kettenreaktion auslösen.
Einem Zeitungsbericht des «Wall Street Journal» zufolge arbeiten die Banken JP Morgan Chase und Goldman Sachs mit Unterstützung der US-Notenbank fieberhaft daran, für AIG ein Kreditpaket von 70 bis 75 Mrd. Dollar zu schnüren.
Angesichts der Gefahren für die US-Wirtschaft mehrten sich Spekulationen, dass die US-Notenbank am Dienstagabend auf ihrer regulären Sitzung die Zinsen um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,75 Prozent reduzieren könnte.
Auch die Quartalszahlen der weltgrössten Investmentbank Goldman Sachs sorgten nicht für Beruhigung bei den Anlegern. Der Gewinn sank um 70 Prozent auf 845 Mio. Dollar, lag aber über den zuletzt gesenkten Analystenerwartungen. Wegen der Krise brachen Goldman in fast allen Geschäftsbereichen die Erträge weg. Die Aktien verloren zunächst mehr als 10 Prozent.
Die Geschäfte des zusammengebrochenen Wettbewerbers Lehman könnten derweil teilweise von Barclays übernommen werden. Die britische Bank bestätigte offiziell Gespräche über den Kauf einzelner Sparten. Aus Kreisen verlautete, es gehe vor allem um das US-Kerngeschäft.
(sda/olsm)
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F. Frei, Buriram
Verfasst am: 17.9.2008 7:21
Kauft jetzt UBS!
Die Bank steht niemals so schlecht da, wie sie... mehr
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 17.9.2008 0:55
Es wird noch schlimmer kommen
Das Geld wird nächstes Jahr nichts mehr wert... mehr
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