Wirtschaft
Finanzkrise lässt US-Notenbank kalt
Leitzins bleibt unverändert
Die US-Notenbank hat die Leitzinsen trotz der dramatischen Zuspitzung der Finanzmarktkrise nicht gesenkt. Die Währungshüter unter Führung von Ben Bernanke räumten zwar nach ihrer Sitzung ein, dass auf den Kapitalmärkten «die Spannungen beträchtlich zugenommen» haben. Sie beliessen den Leitzins aber bei bei 2,0 Prozent.
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Einige Finanzexperten hatten mit einer Senkung gerechnet, um damit die Finanzmärkte zu stabilisieren und die Wirtschaft anzukurbeln.
Die Notenbank hatte in den vergangenen Monaten den Leitzins sieben Mal in Folge gesenkt. Die letzte Senkung erfolgte im April, als der Leitzins um 0,25 Punkte auf 2 Prozent verringert wurde. Dies ist der niedrigste Stand seit 2004.
Beobachter hatten angesichts der Krise nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brother und der bekanntgewordenen Entspannung an der Preisfront erwartet, dass die Fed die Zinszügel lockert.
In den USA waren erstmals seit fast zwei Jahren wieder die Verbraucherpreise gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im August um 0,1 Prozentpunkte. Es war der erste Rückgang seit Oktober 2006. Noch im Juni waren die Verbraucherpreise in den USA um 1,1 Prozent gestiegen, im Juli um 0,8 Prozent.
(ap/olsm)
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