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Der 15. September 2008 hat das Welt-Finanzzentrum New York bis ins Mark erschüttert. Der Dow Jones verlor über 4 Prozent.
«Unglaublich, unvorstellbar, unfassbar»: Selbst gestandene New Yorker Finanzveteranen rangen am Montag um Worte angesichts der sich überschlagenden Ereignisse. Die 158 Jahre alte Investmentbank Lehman Brothers im bisher grössten Insolvenzverfahren der USA, Rivale Merrill Lynch notverkauft, der einst weltgrösste Versicherer AIG im Taumeln.
«Ich bin seit 35 Jahren in der Branche, und dies ist das Extremste, was ich je erlebt habe», sagte der Mitbegründer der Finanzfirma Blackstone, Peter Peterson, der «New York Times».
Die fieberhaften Rettungsbemühungen für die viertgrösste US-Investmentbank Lehman Brothers scheiterten am Wochenende. Die Bank kündigte an, Gläubigerschutz zu beantragen. Derweil kauft die Bank of America das ebenfalls schwer angeschlagene Traditionshaus Merrill Lynch für 50 Milliarden Dollar in eigenen Aktien.
Der Deal soll im ersten Vierteljahr 2009 abgeschlossen sein. Damit entsteht eine der grössten Universalbanken und ein ernsthafter Konkurrent für die grösste Bank der USA, die Citigroup.
Weltweite Börsentalfahrt
Die dramatische Entwicklung in den USA hat die Börsen weltweit erschüttert. Der SMI sackte zeitweise unter 6900 Punkte. Der DAX fiel zeitweise unter 6000 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit fast 2 Jahren.
Die Londoner Börse öffnete mit einem Minus von über zwei Prozent. In Indien sanken die Kurse um 5,6 Prozent, in Taiwan um 4,1. Australiens Leitindex sank um 2 Prozent, in Singapur waren es 2,9 Prozent. In Asien waren wichtige Börsenplätze wegen eines Feiertags geschlossen.
Banken bilden Nothilfefonds
Die Europäische Zentralbank stellte zur Beruhigung der angespannten Finanzmärkte am Montag rund 30 Milliarden Euro frisches Geld zur Verfügung. Ein globales Konsortium von zehn Banken will zudem aus einem gemeinsamen Fonds 70 Milliarden Dollar an Darlehen zur Verfügung stellen.
Ziel sei es, eine weltweite Börsenpanik zu verhindern. Beteiligt sind Bank of America, Barclays, Citibank, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JP Morgen, Merrill Lynch, Morgan Stanley und die UBS mit je 7 Milliarden Euro.
UBS-Aktie leidet stark - Merz zuversichtlich
Im Sog der Hiobsbotschaften aus den USA über die Finanzkrise haben auch die Aktien der beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS am Montagmorgen an der Schweizer Börse massive Kurseinbussen hinnehmen müssen. UBS-Papiere standen zeitweise mit 20 Prozent im Minus und schlossen bei 20.10 Franken. Die Aktien der CS verloren zeitweise bis zu 10 Prozent und schlossen bei 49.50 Franken.
Finanzminister Hans-Rudolf Merz bleibt trotzdem zuversichtlich. Er erwarte keine dramatischen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. «Die Schweizer Banken haben ihre Hausaufgaben gemacht», so Merz gegenüber der «Tagesschau».
(ap/reuters/sper)
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O. toneatti
bern
Verfasst am:
16.9.2008 11:39
die bankleute, die dieses debakel angerichtet... mehr …
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F. Frei
Buriram
Verfasst am:
16.9.2008 6:41
Die Kurse an den Börsen hängen nur sehr... mehr …
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W. Wyssmann
Derendingen
Verfasst am:
16.9.2008 0:33
Mir gehen auch manchmal einige Lapsen durch. Ja,... mehr …
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