Wirtschaft
Lehman Brothers zahlungsunfähig
Rettung der Bank gescheitert
Das Schicksal der schwer angeschlagenen US-Investmentbank Lehman Brothers ist offenbar besiegelt: Nachdem eine Reihe möglicher Käufer abgesprungen ist, beantragt die viertgrösste US-Investmentbank Gläubigerschutz.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Bank beantragte Insolvenzschutz nach Kapitel 11, wie sie mitteilte. Die US-Regierung schloss dabei die zuvor in anderen Fällen geleisteten Staatshilfen bis zuletzt aus.
Nach Angaben von Lehman fallen die Broker-Sparten nach US-Insolvenzrecht nicht unter Kapitel 11. Die US-Bank prüft weiter den Verkauf der Broker-Sparten und des Investment Bankings.
Der Antrag auf Gläubigerschutz hatte sich bereits am Sonntag abgezeichnet, als laut Medienberichten die britische Bank Barclays und die Bank of America als mögliche Käufer für Teile des Instituts abgesprungen waren.
Zuletzt ging es in den Verhandlungen um eine Zerschlagung oder sogar Abwicklung von Lehman Brothers mit möglichst geringen Folgen für die globalen Finanzmärkte.
Die lange als möglicher Käufer gehandelte Barclays Bank zog am Sonntag laut Medienberichten ihr Angebot wegen fehlender Staatsgarantien zurück. Auch die Bank of America hatte für ein Engagement Hilfen gefordert; sie sprang am Sonntag ebenfalls ab.
Knackpunkt waren vom Ausfall bedrohte Kreditpapiere bei Lehman, die niemand allein übernehmen wollte. Im Fall von Bear Stearns und vor einer Woche bei den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac war die öffentliche Hand noch mit Milliardensummen eingesprungen.
Mit Lehman Brothers steht binnen sechs Monaten bereits die zweite der einst fünf unabhängigen US-Investmentbanken vor dem Aus. Im März war der kleinere Konkurrent Bear Stearns in einem Notverkauf an den Finanzkonzern J.P. Morgan Chase gegangen.
Einen Hintergrund zum Thema sehen Sie am Montagabend um 22.20 Uhr auf SF 1 im Wirtschaftsmagazin «ECO».
(sda/ap/fref)
Meldungen im Tagesverlauf
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid


Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert












