Wirtschaft
Panikverkäufe treiben Lehman in den Keller
Wieder grosser Kurssturz
Die Krise der schwer angeschlagenen US-Investmentbank Lehman Brothers spitzt sich dramatisch zu. Nach einem spektakulären Kurssturz seit Wochenbeginn brach die Aktie am Donnerstag zum Handelsauftakt in New York weiter rasant ein.
Die Lehman-Aktie ging in der ersten Handelsstunde am Donnerstag wegen panikartiger Verkäufe erneut in den freien Fall über. Sie stürzte um mehr als 40 Prozent auf 4.10 Dollar - so tief wie seit 1995 nicht. Allein seit Wochenbeginn verlor Lehman Brothers damit rund 75 Prozent des Börsenwerts, seit Januar sogar über 90 Prozent.
Lehman Brothers droht damit auf der Suche nach dringend benötigtem frischem Kapital die Zeit davonzulaufen, wie Analysten sagten. Die viertgrösste US-Investmentbank hatte am Mittwoch einen Rekordverlust für das dritte Geschäftsquartal bekannt gegeben und will nun unter Hochdruck Konzernteile verkaufen.
Das Problem dabei: Je tiefer die Aktien fallen, umso weniger Geld dürften die Banken beim Einstieg neuer Investoren oder dem Verkauf von Sparten bekommen.
Ebenfalls in einem lebensbedrohlichen Abwärtsstrudel befand sich Washington Mutual, deren Kurs erneut um mehr als 15 Prozent auf unter 2 Dollar rutschte. Seit dem verschärften Ausbruch der Kreditkrise vor gut einem Jahr verlor die Bank über 90 Prozent ihres Börsenwerts.
Die landesweit grösste Sparkasse mit Sitz in Seattle erlitt in den vergangenen drei Quartalen wegen der Kreditkrise Milliardenverluste. Zu Wochenbeginn wechselte sie ihren Chef aus und steht nun unter verschärfter Aufsicht der Behörden.
Die Märkte spekulieren bereits über ein staatliches Eingreifen, eine Übernahme oder gar eine Pleite des Kreditinstituts. Die Investmentbank Bear Stearns hatte wegen ähnlicher Schwierigkeiten durch die Kreditkrise im März ihrem Notverkauf zustimmen müssen. Auch der Bear-Stearns-Kurs war am Ende dramatisch abgestürzt.
(sda/schl)
Meldungen im Tagesverlauf
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid


Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert













U. Keller, Rayong
Verfasst am: 11.9.2008 21:00
US Finanzkrise
Es ist irgendwie beruhigend, dass die US... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten