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Panikverkäufe treiben Lehman in den Keller

Donnerstag, 11. September 2008, 17:47 Uhr, Aktualisiert 12.09.2008, 0:42 Uhr

Wieder grosser Kurssturz

Die Krise der schwer angeschlagenen US-Investmentbank Lehman Brothers spitzt sich dramatisch zu. Nach einem spektakulären Kurssturz seit Wochenbeginn brach die Aktie am Donnerstag zum Handelsauftakt in New York weiter rasant ein.

Die New Yorker Börse an der Wall Street, von aussen aufgenommen.
Experten zweifeln, ob Lehman sich halten kann. (reuters)

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Die Lehman-Aktie ging in der ersten Handelsstunde am Donnerstag wegen panikartiger Verkäufe erneut in den freien Fall über. Sie stürzte um mehr als 40 Prozent auf 4.10 Dollar - so tief wie seit 1995 nicht. Allein seit Wochenbeginn verlor Lehman Brothers damit rund 75 Prozent des Börsenwerts, seit Januar sogar über 90 Prozent.

Lehman Brothers droht damit auf der Suche nach dringend benötigtem frischem Kapital die Zeit davonzulaufen, wie Analysten sagten. Die viertgrösste US-Investmentbank hatte am Mittwoch einen Rekordverlust für das dritte Geschäftsquartal bekannt gegeben und will nun unter Hochdruck Konzernteile verkaufen.

Das Problem dabei: Je tiefer die Aktien fallen, umso weniger Geld dürften die Banken beim Einstieg neuer Investoren oder dem Verkauf von Sparten bekommen.

Ebenfalls in einem lebensbedrohlichen Abwärtsstrudel befand sich Washington Mutual, deren Kurs erneut um mehr als 15 Prozent auf unter 2 Dollar rutschte. Seit dem verschärften Ausbruch der Kreditkrise vor gut einem Jahr verlor die Bank über 90 Prozent ihres Börsenwerts.

Die landesweit grösste Sparkasse mit Sitz in Seattle erlitt in den vergangenen drei Quartalen wegen der Kreditkrise Milliardenverluste. Zu Wochenbeginn wechselte sie ihren Chef aus und steht nun unter verschärfter Aufsicht der Behörden.

Die Märkte spekulieren bereits über ein staatliches Eingreifen, eine Übernahme oder gar eine Pleite des Kreditinstituts. Die Investmentbank Bear Stearns hatte wegen ähnlicher Schwierigkeiten durch die Kreditkrise im März ihrem Notverkauf zustimmen müssen. Auch der Bear-Stearns-Kurs war am Ende dramatisch abgestürzt.

(sda/schl)

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U. Keller, Rayong

Verfasst am: 11.9.2008 21:00

US Finanzkrise

Es ist irgendwie beruhigend, dass die US... mehr

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