Vermischtes
Neue Hoffnung bei Haarausfall
Berner Forscher entdecken Haarwuchs-Gen
In Bern haben Forscher die Gen-Mutation gefunden, die zur Haarlosigkeit bei Nackthunden führt. Da auch der Mensch dieses Gen besitzt, weckt die Entdeckung Hoffnung für Therapien gegen Haarausfall.
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Die Entdeckung könnte eine Grundlage für eine künftige Therapie gegen Haarausfall sein, wie aus einer Mitteilung der Universität Bern hervorgeht.
Die Berner Genetiker haben laut der Mitteilung «sozusagen die Nadel im Heuhaufen» gefunden.
Sie durchforsteten Unmengen an Daten und überprüften mit ausgeklügelter Labortechnik DNA-Abschnitte von verschiedenen Nackthunden.
Ein Vergleich eines DNA-Abschnitts von nackten und behaarten Hunden brachte schliesslich bei den nackten Tieren eine Mutation zu Tage. Damit war das Gen mit dem Namen FOXI3 entdeckt.
Möglicherweise können die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in der weiteren Zukunft auch therapeutisch eingesetzt werden.
Wenn ein Gen und seine Funktionen bekannt seien, könne sein Produkt - ein Protein - möglicherweise später durch Medikamente beeinflusst werden oder es könne selbst als Wirkstoff dienen, erklärte Tosso Leeb vom Institut für Genetik der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern.
Gleichzeitig dämpft Leeb aber vorschnelle Hoffnungen: «Es ist nicht zu erwarten, dass sich ein Mann ein Wässerchen mit FOXI3 auf das lichte Haupt reiben kann und am nächsten Tag spriessen seine Haare wieder wie im Jugendalter.»
Aber ein besseres Verständnis des Haarwachstums könnte in Zukunft durchaus zur Entwicklung von wirksameren Therapien für spezifische Formen der Haarlosigkeit beitragen.
(ap/bami)
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