International
«Ike» legt Kuba lahm
Glückskette ruft zu Spenden auf
Hurrikan «Ike» hat im Osten Kubas eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Vier Menschen kamen nach Behördenangaben ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. In Havanna brachte «Ike» das öffentliche Leben zum Erliegen. Unter anderen sammelt die Glückskette nun für die Überlebenden.
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Zwei Männer wurden den Berichten zufolge durch einen Stromschlag getötet. Sie hätten versucht, eine Antenne abzumontieren, die auf eine elektrische Leitung gefallen sei. Eine Frau kam ums Leben, weil ihr Haus über ihr zusammenbrach. Ein Mann sei von einem Baum erschlagen worden.
Um die Menschen zu schützen, hatte die kubanische Regierung Massenevakuierungen veranlasst. Auch in Havanna wurden nach Angaben des Zivilschutzes vorsorglich rund 169'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Verkehr in der Hauptstadt stand still, Geschäfte und Schulen blieben geschlossen und grosse Teile der Stadt waren ohne Strom.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) rief dazu auf, 6,4 Millionen Franken Nothilfe für Kuba bereitzustellen. Der Karibikstaat stehe vor einer «verheerenden» Hurrikan-Saison, teilte das IKRK in Genf mit. In den kommenden Monaten müssten rund 8000 Familien versorgt werden.
Die Glückskette bittet um Spenden für die Überlebenden. Spenden werden auf Postkonto 10-15'000-6, Vermerk «Karibik» , oder online angenommen.
Das US-Hurrikan-Zentrum NHC in Miami stufte den Wirbelsturm in der niedrigsten Kategorie auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala ein. Nach NHC-Angaben könnte «Ike» jedoch wieder an Stärke gewinnen, wenn er voraussichtlich am Mittwoch zurück in den Golf von Mexiko zieht. Am Freitag wird er in Texas erwartet.
Die Betreiber der Öl-Förderplattformen vor der Südküste der USA trafen bereits erste Vorkehrungen, um ihr Personal zu schützen. Shell liess 150 Angestellte in Sicherheit bringen, weitere 500 sollten bis Mittwoch folgen.
Zuvor hatten Ausläufer des Hurrikans auf den Bahamas und in Haiti schwere Schäden angerichtet. Die Zahl der Todesopfer durch «Ike» stieg in Haiti nach amtlichen Angaben auf 66, davon allein 60 in einem einzigen Dorf. 14 Menschen galten noch als vermisst. Haiti war innert drei Wochen von vier schweren Wirbelstürmen heimgesucht worden, dabei starben insgesamt mehr als 600 Menschen.
(sda/fasc)
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