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Warnung vor Google-Browser

Sonntag, 7. September 2008, 2:57 Uhr, Aktualisiert 03:56 Uhr

Datensammelwut am Pranger

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt Konsumenten vor dem neuen Google-Internetbrowser Chrome. Problematisch sei vor allem die Datensammelwut von Google.

Ein Mensch schaut durch eine Brille auf die Google-Internet-Seite.
Google scheint mehr im Blick zu haben, als den Usern des Browsers lieb sein kann. (reuters)

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Ausserdem sei das am Dienstag lancierte Programm noch nicht ausgereift, sagte BSI-Sprecher Matthias Gärtner der «Berliner Zeitung». Es sei problematisch, dass Google bereits die Testversion einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache.

Auch Daniel Bachfeld, Sicherheitsexperte beim deutschen Branchendienst heise.de und dem Computermagazin «c't» warnte vor dem Programm: «Ich rate davon ab, mit Google Chrome ausser zu Testzwecken zu surfen», sagte Bachfeld der Zeitung.

BSI-Sprecher Gärtner empfiehlt eine gründliche Lektüre der Nutzungsbedingungen von Chrome. Darin stehe unter anderem, dass Google Daten mitlese, die in die Adresszeile eingegeben würden.

Vor dem Hintergrund, dass Google mit dem Browser nun alle wichtigen Bereiche im Internet vom E-Mail-Programm über die Suche bis zu internetbasierten Textverarbeitungsprogrammen abdecke, sagte BSI-Sprecher Gärtner: «Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Anhäufung von Daten bei einem Anbieter kritisch.»

Experte Bachfeld riet Internet-Laien, den Gebrauch von Google-Produkten stark einzuschränken: «Die Grösse des Datenpools, über die das Unternehmen dann verfügt, ist beängstigend und wird Begehrlichkeiten wecken, möglicherweise auch bei Ermittlungsbehörden».

(sda/afp/halp)

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