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Erstmals Frau als Botschafterin in Teheran

Sonntag, 7. September 2008, 11:05 Uhr, Aktualisiert 11:05 Uhr

Livia Leu Agosti neue diplomatische Vertreterin

Die Leiterin der Abteilung für Afrika und den Nahen Osten im EDA, Livia Leu Agosti, wird Botschafterin in Teheran. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» wertet sie den künftigen Job im Iran als ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Frauen in einer Männerwelt.

Portrait Livia Leu Agosti in weissem Blazer, mit Brille und blonden Haaren.
Die Leiterin der Abteilung für Afrika und den Nahen Osten im EDA, Livia Leu Agosti, geht als Botschafterin nach Teheran. (keystone)

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Leu Agosti bringt eine breite Erfahrung in der Thematik mit. Als Abteilungsleiterin der Politischen Abteilung II war sie im Team um Staatssekretär Michael Ambühl, das sich um den Atomstreit mit dem Iran kümmerte. Wie sie im Interview erklärte, habe man dort verschiedene Ideen entwickelt, «die es den Parteien ermöglichen könnten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen».

Die Organisation der Genfer Gespräche am 19. Juni zwischen dem EU-Aussenbeaufragten Javier Solana, dem Chefunterhändler Irans bei den Nuklearverhandlungen, Said Dschalili, sowie US-Staatssekretär William Burns, wertete Leu Agosti als «erfreulichen Erfolg» für die Schweizer Bemühungen.

Sie betonte, die Schweiz habe «keine Vermittlerrolle» übernommen, sondern versucht, Ideen zu entwickeln, um den Dialog zwischen den sogenannten P5+1, also den ständigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite, in Gang zu bringen.

«Wir versuchten, Mittel und Wege zu finden, um es beiden Parteien ohne Gesichtsverlust zu ermöglichen, zu Gesprächen zusammenzukommen.» Für diese Bemühungen habe man von beiden Seiten Dank bekommen. Die Schweiz hatte bereits früher das sogannte «Swiss Paper» lanciert, dass dann von der EU modifiziert aufgenommen wurde.

Die mit dem diplomatische Amt in Iran verbundene Verpflichtung ein Kopftuch zu tragen wertet Leu Agosti als untergeordnet. Es handle sich um eine Rechtsvorschrift, «Sie wiegt nicht so schwer im Vergleich zum Interesse dieser diplomatischen Aufgabe», sagt sie.

Beim Besuch in Teheran im März hatte auch ihre Chefin, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, ihre Haare mit einem Schal bedeckt, was in der Schweiz Kritiken ausgelöst hatte. Auch Leu Agosti hatte damals ihre Haare bedeckt.

Die 47-jährige Leu Agosti wird ihr Amt Ende 2008 übernehmen. Vorgänger ist Philippe Welti. Die Botschaft in Teheran vertritt auch die Interessen der USA und gilt deshalb als wichtiger diplomatischer Posten.

(sda/olsm)

Kommentare aktiv...

P. Soltermann, Fuzhou, FuJiang

Verfasst am: 9.9.2008 3:20

sorry Herr Wyssmann

dass ich sie missverstanden habe. Die RESULTATE... mehr

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W. Wyssmann, Derendingen

Verfasst am: 8.9.2008 18:42

Klartext, Herr Soltermann

Ob in Teheran e. Mann oder e. Frau (mit oder ohne... mehr

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W. Wyssmann, Derendingen

Verfasst am: 8.9.2008 11:44

Schade, Herr Soltermann, dass

ausgerechnet Sie es nicht gemerkt haben, was ich... mehr

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