Schweiz
Probleme in Sondermülldeponie
Wiederinbetriebnahme verzögert sich
Der Rückbau der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) wird nach dem Brand Ende Juni vorläufig nicht fortgesetzt. Die Anpassung des Sicherheitskonzeptes nimmt mehr Zeit in Anspruch als angenommen.
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Um «eine grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten und jegliche heute erkennbaren Risiken auszuschliessen», bleibe der Rückbau bis zum Vorliegen des vollständig angepassten Sicherheitskonzepts eingestellt, teilte das Konsortium SMDK mit.
«Für uns steht der Personenschutz an oberster Stelle», sagte der Geschäftsführer Jean-Louis Tardent gegenüber «Schweiz aktuell».
Geplant war, die Arbeiten Anfang September wieder aufzunehmen. Die Überprüfung des ursprünglichen Sicherheitskonzeptes und die Risikoanalyse seien von Spezialisten begutachtet und als sachgerecht und vollständig eingestuft worden, heisst es in der Mitteilung.
Es habe sich jedoch gezeigt, dass die Anpassungen und die Umsetzung der Massnahmen mehr Zeit beanspruchten als angenommen worden sei. Einige Massnahmen wurden bereits realisiert. So wurden eine mehrschichtige Baupiste und eine Plattform zum sicheren Aufstellen der notwendigen Hebebühnen erstellt.
Die durch den Brand beschädigten Leitungskabel sind repartiert, die Bleuchtungskörper ersetzt und die Brandmeldeanlage wieder in Betrieb. Damit konnte laut SMDK die permanente Brandwache aufgehoben werden. Freigegeben worden sei überdies der Abtransport der bereits vor dem Brand «rückgebauten, beprobten und klassierten Materialhaufen».
In der Nacht auf den 26. Juni hatten sich in einem offenen Container in der Manipulationshalle Magnesium-Metallspäne entzündet. Die Rückbauarbeiten wurden danach umgehend eingestellt, nachdem bereits zuvor zwei Mal Feuer durch Selbstentzündungen in der Halle ausgebrochen war. Die seit 1985 wegen Umweltgefährdung geschlossene SMDK soll bis Ende 2012 total saniert werden. Insgesamt werden in einer luftdichten Halle 500'000 Tonnen Giftmüll ausgebaggert, sortiert und der Entsorgung zugeführt.
(sda/sprm)
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