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20 Jahre Weltklimarat

Sonntag, 31. August 2008, 17:57 Uhr, Aktualisiert 01.09.2008, 11:22 Uhr

Ban Ki-Moon warnt vor Folgen des Klimawandels

In Genf ist das zwanzigjährige Bestehen des Weltklimarats (IPCC) im Beisein von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Bundesrat Moritz Leuenberger und dem IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri gefeiert worden.

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Der Klimawandel bedrohe die Entwicklungsziele der UNO, warnte Ban Ki Moon. Die globale Erwärmung sei längst nicht mehr nur ein Phänomen, sagte er. «Sie hat sich zu einer umfassenden Krise entwickelt, die weite Bereiche menschlicher Bemühungen gefährdet.»

Der UNO-Generalsekretär appellierte an die Industriestaaten, Führungsverantwortung zu zeigen und sich verbindlich auf einen nachhaltigen Abbau der Treibhausgase zu verpflichten. Zugleich müssten jedoch auch die Entwicklungsländer ihren Beitrag leisten, forderte er gemäss Redetext.

Dank des Weltklimarats «wissen wir jetzt, was getan werden muss», sagte Ban. Er forderte die Politik auf, bereits bei den internationalen Verhandlungen im Dezember in Polen die Weichen für einen Kyoto-Nachfolgevertrag zu stellen. Das neue Abkommen soll im Dezember 2009 in Kopenhagen geschlossen werden.

Der Weltklimarat (»International Panel for Climate Change» IPCC) in Genf wurde 1988 gegründet. Dem Expertengremium gehören fast 1000 Wissenschaftler an. Im vergangenen Jahr wurde der IPCC mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

«Wir können nur gewinnen», sagte Bundesrat Moritz Leuenberger und würdigte den Rat als «treibende Kraft in der Klimapolitik». Leuenberger lobte die «Klarheit und Unbestechlichkeit» des Weltklimarats.

Dieser setze sich gegen «die Partikularinteressen gewisser Lobbies» durch und müsse sich gegen Zweifel an der Verantwortung des Menschen für die Klimaerwärmung behaupten.

Auch warb Leuenberger für verbindliche Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen: «Wir verlieren nichts, wenn wir unseren CO2-Ausstoss verringern, im Gegenteil.» Umwelt, Gesundheit und Wirtschaft könnten nur gewinnen.

Skeptikern in Wirtschaftskreisen hielt er entgegen, neue Technologien brächten Aufschwung: «Sie lassen sich verkaufen, exportieren.» Zudem würde damit die Abhängigkeit von fossilen Energien wie Öl, Gas oder Kohle reduziert und Unternehmen könnten ihre Kosten senken.

Leuenberger warb auch für die Kandidatur des Berner Professors Thomas Stocker für den Co-Vorsitz einer Arbeitsgruppe des IPCC für wissenschaftliche Fragen.

(sda/ster)

Kommentare aktiv...

F. Nanni, Schagen, SA

Verfasst am: 31.8.2008 23:48

Geschrieben...

.. und diskutiert wird viel, getan sozusagen... mehr

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