International
Angst vor Hurrikan «Gustav»
New Orleans wird zwangsevakuiert
Der Hurrikan «Gustav» hat über dem Golf von Mexiko an Stärke verloren und wurde auf einen Sturm der Stufe drei zurückgestuft. In der Nacht hatte der Wirbelsturm im Westen Kubas erhebliche Schäden angerichtet. «Gustav» hat auch Auswirkungen auf den US-Wahlkampf: Präsident George W. Bush musste seinen Auftritt am Republikaner-Parteitag absagen und Barack Obama hat bereits reagiert und seine Anhänger zu Spenden für die Sturmopfer aufgefordert.
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«Gustav» bewege sich derzeit mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 205 Stundenkilometern, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami mit. Die Meteorologen gehen aber davon aus, dass der Sturm wieder stärker wird und als Hurrikan der Stufe vier auf die Küste der USA treffen wird.
Auf Kuba riss der Hurrikan Bäume und Telefonmasten um, fegte Dächer von Häusern und beschädigte Strassen. Viele Regionen standen unter Wasser. Nach Angaben des Zivilschutzes gab es viele Verletzte, Berichte über Todesopfer liegen keine vor.
Im Vorfeld waren mehr als 250'000 Menschen vor dem herannahenden Sturm in Sicherheit gebracht worden, 190'000 davon in der tiefliegenden Tabakanbau-Provinz Pinar del Rio im Westen des Landes. Sämtliche Inlandflüge sowie die Zug- und Busverbindungen in die Hauptstadt Havanna wurden als Vorsichtsmassnahme eingestellt.
Auf seinem Weg durch die Karibik hat «Gustav» nach Behördenangaben bislang 85 Menschenleben gefordert, die meisten davon in Haiti.
Nach Kuba peilt «Gustav» nun die US-Küste an. Die Behörden von New Orleans im US-Staat Louisiana haben deshalb die Zwangsräumung der Stadt angeordnet. Damit sollen die rund 470'000 Einwohner vor dem gefährlichen Hurrikan geschützt werden.
New Orleans ordnete zudem ein nächtliches Ausgehverbot an. Es sollte bei Sonnenuntergang in Kraft treten und zunächst bis zum Montagmorgen gelten. Damit wollte die Stadtverwaltung offenbar möglichen Plünderungen zuvorkommen
Für die US-Staaten Alabama, Mississippi, Louisiana und Teile von Texas wurde am Samstag eine Hurrikan-Warnung herausgegeben. Das bedeutet, dass innerhalb der nächsten 36 Stunden das Auftreffen eines Hurrikans möglich ist.
Der Hurrikan hat auch Auswirkungen auf den US-Wahlkampf: Der geplante Auftritt von Präsident Bush auf dem Nominierungsparteitag seiner Republikanischen Partei am Montag fällt aus. Auch Vizepräsident Dick Cheney werde nicht nach St. Paul in Minnesota reisen, um vor den Parteitagsdelegierten zu sprechen, teilte das Weisse Haus mit.
Bush reist stattdessen nach Texas, wo er Rettungshelfer besuchen will. Falls es die Bedingungen zulassen, will er nach Louisiana weiterreisen. Vor drei Jahren war dem Präsidenten vorgeworfen worden, er habe zu spät reagiert, als Hurrikan «Katrina» New Orleans verwüstete.
Die amerikanische Öffentlichkeit wird nun genau verfolgen, wie die beiden Präsidentschaftskandidaten auf den Sturm reagieren. Barack Obama ist sich dies bewusst und hat bereits Stellung genommen.
Er will seine zahlreichen Spender und freiwilligen Helfer um Hilfe für die Opfer von Hurrikan «Gustav» bitten, sobald der Wirbelsturm an der US-Golfküste eintrifft. «Ich denke, wir können eine Unmenge an Freiwilligen dazu bringen, dorthin zu reisen, wenn es notwendig sein sollte», sagte er.
(sda/afp/halp/kokb)
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W. Wieser, St. Augustine
Verfasst am: 31.8.2008 21:14
Freie Medien!
Der Unterschied in der Berichterstattung liegt... mehr
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P. Bühler, Basel
Verfasst am: 31.8.2008 18:00
Geht um was anderes
K.Mueller,geht es wohl nicht um die SUV und das... mehr
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W. Wieser, St. Augustine
Verfasst am: 31.8.2008 15:28
Etwas ueber Hurricane's.
Etwas ist falsch an obigem Bericht. Hurricane's... mehr
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