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Schmid: Rücktritt zur Zeit nicht angebracht

Donnerstag, 28. August 2008, 20:05 Uhr, Aktualisiert 20:08 Uhr

Abgangsentschädigung für Nef verteidigt

Bundesrat Samuel Schmid trotzt den wegen der Affäre um Armeechef Roland Nef laut gewordenen Rufen nach einem Rücktritt. Es gebe eine legitime Pflicht, dem Sturm zu trotzen, sagte Schmid in einem Interview mit der «NZZ».

Portrait von Samuel Schmid.
Bundesrat Schmid wehrt sich gegen die Rücktrittsforderungen. (reuters)

Es gebe überdies kaum einen Bundesrat, der nicht schon einmal zum Rücktritt aufgefordert worden sei, sagte Schmid zur «Neuen Zürcher Zeitung». «Schliesslich wäre es für unsere politische Kultur nachteilig, wenn man wie ein Seismograf auf derartige, teilweise taktisch motivierte Spielchen reagieren würde.»

Gestützt auf das, was in den letzten Wochen abgelaufen sei, halte er einen Rücktritt «jetzt nicht für angebracht», sagte der Verteidigungsminister. «Ich werde den Entscheid über meinen Rücktritt fällen, wenn ich den Zeitpunkt für richtig halte.»

Zum Auswahlverfahren von Nef sagte Schmid, «rückblickend würde ich das eine oder andere anders machen, aber hinter meinem Vorgehen ein grundsätzliches Fehlverhalten zu sehen, da habe ich angesichts der Praxis doch etwas Mühe». Das Auswahlprozedere für den Armeechef werde jedenfalls nun anders organisiert.

Jetzt müssten die Kandidaten sicherheitsüberprüft werden, obwohl am Ende nur einer gewählt werde. Für alle übrigen werde damit die Persönlichkeitsuntersuchung «auf Halde» vorgenommen. «Man kann sich fragen, ob das sinnvoll ist, wenn man weiss, dass es auch so keine absolute Sicherheit geben wird.»

Auf die Frage, ob Nef ihn nicht hinreichend über seine privaten Probleme informiert habe, sagte Schmid: «Das empfinde ich heute subjektiv auch so, doch fachlich ist ihm nichts vorzuwerfen.» Bei der Abgangsentschädigung für Nef habe sich der Bundesrat ans Bundespersonalgesetz gehalten, das sogar noch mehr erlaubt hätte.

Auf die Frage, ob er glaube, das Rüstungsprogramm 2008 und die Militärgesetzrevision im Herbst oder im Winter über die Runde zu bringen, sagte Schmid, es gehe um die Sicherheit der Schweiz. «Das Parlament kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen.»

Welche Konsequenzen er allenfalls ziehen werde, wenn die «unheilige Allianz zwischen der Linken und der Rechten» die Militärgesetzrevision und das Rüstungsprogramm 2008 zum Scheitern brächte, «ist dann meine Sache».

(sda/ap/hesa)

Kommentare aktiv...

P. Reinmann, Gerlafingen

Verfasst am: 29.8.2008 10:59

Das könnte ich auch..!!

Ich werde mal dem Herrn Bundesrat Schmid... mehr

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F. Tanner, Zürich

Verfasst am: 29.8.2008 8:09

Legitimation?

Auch wenn man der E. Schlumpf die Lügen und... mehr

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C. Ro, São Paulo

Verfasst am: 28.8.2008 23:25

naja...

Dass unser Bundesrat einen solchen... mehr

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