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Sterbehilfe beim Kindergarten

Donnerstag, 21. August 2008, 9:38 Uhr, Aktualisiert 20:58 Uhr

Wetzikon gegen Dignitas

Dignitas erwägt laut dem Gemeinderat von Wetzikon eine Konzentration der Sterbehilfe in der Zürcher Ortschaft. Der Gründer der Sterbehilfeorganisation, Ludwig A. Minelli, hat bereits eine Liegenschaft in der Nähe eines Kindergartens und einer Berufsschule erworben. Die Gemeinde lehnt die Pläne ab und prüft Massnahmen.

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Dignitas als Nachbarin unbeliebt

Minelli habe dem Gemeinderat mitgeteilt, dass er in Wetzikon eine Liegenschaft erworben habe. Er erwägt laut der Mitteilung des Gemeinderates die Vereinsaktivitäten per kommenden Oktober in der Zürcher Gemeinde zu konzentrieren.

Der Gemeinderat sei über diesen Entscheid nicht erfreut und lehne diesen klar ab. Sorgen bereitet dem Gremium vor allem die Standortwahl.

So liege das Gebäude an einer heiklen Lage, nämlich direkt vor einem Kindergarten und neben der Berufsschule Wetzikon. Dies lasse auf wenig Sensibilität bei der Standortwahl schliessen.

Die Liegenschaft liegt laut Mitteilung aber in der Wohnzone mit Gewerbeerleichterung, kann also baurechtlich gesehen für den geplanten Zweck genutzt werden. Zuvor sei dort über viele Jahre ein Elektrofachgeschäft domiziliert gewesen.

Der Gemeinderat prüfe derzeit intensiv die baurechtlichen Aspekte, welche sich mit dem Thema Freitodbegleitungen befassen würden. Im Baubewilligungsverfahren bestehe aber kaum Handlungsspielraum, da die Nutzung, auch wenn es sich um Freitodbegleitungen handele, im Grundsatz zonenkonform sei.

Aus der Sicht des Gemeinderates ist es jedoch prüfenswert, ob die psychologischen Auswirkungen in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten, zur Berufsschule und zur Alterssiedlung akzeptiert werden müssen. Diese und weitere Punkte würden im notwendigen Baubewilligungsverfahren nun geprüft und allenfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet.

Minelli war mit seiner Sterbehilfeorganisation bereits in mehreren Gemeinden auf Widerstand gestossen und musste darauf deren Geschäftsstellen schliessen. Auch die Politik hatte sich mehrfach mit der Sterbehilfe beschäftigt, so hat Bundesrat im vergangen Juli entschieden, die Einführung von gesetzlichen Regelungen zur Sterbehilfe vertieft zu überprüfen.

Schlagzeilen verursachte Dignitas auch wegen Sterbebegleitungen mit Helium, das im Gegensatz zum bisher verwendeten Natrium-Pentobarbital rezeptfrei und damit ohne Arzt erhältlich ist. Dignitas-Chef Minelli hatte die Methode als schnell und sicher verteidigt.

(ap/godc)

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F. Valballa, Zürich

Verfasst am: 21.8.2008 11:15

Was Herr Minelli macht,

ist schlicht und einfach gesagt schrecklich.... mehr

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