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Holcim in Venezuela verstaatlicht

Dienstag, 19. August 2008, 9:53 Uhr, Aktualisiert 14:08 Uhr

Einigung zwischen Holcim und Venezuela

Der Schweizer Zementkonzern Holcim und die venezuelanische Regierung haben sich in der Frage der Verstaatlichung geeinigt. Sie unterzeichneten eine Vereinbarung, wonach die venezuelanischen Behörden 85 Prozent an Holcim Venezuela kaufen.

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Verstaatlichung von Holcim

Der Zementriese behält 15 Prozent an seiner Tochtergesellschaft. Grundsätzlich geeinigt habe man sich auch über die finanziellen Bedingungen, wie Holcim mitteilte. Der endgültige Vertrag soll in den kommenden Wochen ausgearbeitet und unterzeichnet werden.

Venezuela hatte im vergangenen April die Verstaatlichung von mindestens 60 Prozent aller ausländischen Zementhersteller angekündigt.

So haben Truppen der venezuelanischen Streitkräfte eine der vier Filialen des mexikanischen Unternehmens Cemex besetzt, um die Verstaatlichung voranzutreiben.

Mehr Glück hatte der französische Zementhersteller Lafarge. Wie jetzt bei Holcim kam es zu einer für beide tragbaren Übereinkunft.

Als Grund für die Verstaatlichung nannte der venezuelanische Präsident, Hugo Chávez, den Mangel an Zement. Er warf den Unternehmen der Branche vor, aufgrund «neoliberaler Firmenprozesse» sich zu stark auf den Export auszurichten.

Er wolle Häuser für die Armen bauen, und das sei nur mit einem Zement-Staatsunternehmen möglich, so Chávez.

(sda/ap/from)

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