Inhalt

Städte gemeinsam gegen Massenbesäufnisse

Dienstag, 19. August 2008, 18:01 Uhr, Aktualisiert 20.08.2008, 9:25 Uhr

Massnahmen gegen so genanntes Botellón

In immer mehr Städten wird zu Massenbesäufnissen aufgerufen. Nach Genf, Lausanne und Zürich wurden Botellones neu auch für Bern und Schaffhausen angekündigt.

Ein junger Mann über eine Schnapsflasche gebeugt auf einem öffentlichen Platz bei Nacht. Rundherum viel Abfall am Boden.
Auch nach einem Macrobotellón im spanischen Almería gab es riesige Abfallmengen. (reuters)

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät erklärte gegenüber der «Tagesschau» seine Haltung gegenüber der Botellones: «Alle Städte sind sich einig: Wir sind dagegen!» Ein Bottellón sei nicht nur gesundheitsschädigend sondern auch imageschädigend für die Städte. Man suche nun gemeinsam nach juristischen und polizeitaktischen Gründen.

Die Stadt Bern versucht auch im Alleingang gegen den geplanten Botellón vorzugehen. «Einen solchen Anlass kann man über das Demonstrationsreglement verbieten», so Tschäppät. Roland Thür von der Berner Gewerbepolizei sagte, bei einem organisierten Trinken auf dem Bundesplatz handle es sich ganz klar um gesteigerten Gemeingebrauch öffentlichen Grunds. Dieser sei bewilligungspflichtig.

Am gleichen Abend ist auf dem Bundesplatz schon ein Openair-Konzert des Berner Symphonieorchesters vorgesehen. Schon allein deshalb dürfte wohl die Stadt Bern eine Bewilligung verweigern, falls jemand um eine solche ersuchen würde. Dazu kommt, dass die Strassennutzungsverordnung der Stadt Bern präzisiert, wann Bewilligungen verweigert werden können: So auch, wenn eine Beeinträchtigung des Stadtbilds zu befürchten ist.

Die ersten Schweizer Nachahmer der in Spanien in Mode gekommenen Massenbesäufnisse, die sich Mitte Juli in einem Genfer Park trafen, liessen viel Abfall zurück.

Die Kantonspolizei Bern lässt auch keinen Zweifel daran, dass sie wenn nötig intervenieren würde. Sie könne jederzeit eingreifen, wenn die öffentliche Sicherheit und die Ordnung gefährdet sei, sagte ein Sprecher. So auch bei strafbaren Handlungen wie Sachbeschädigungen.

Botellón bedeutet auf spanisch «grosse Flasche». Der Brauch ist in den 1990er-Jahren in Spanien aufgekommen und bezeichnet das gemeinsame spontane Feiern mit Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen.

Ab etwa 2002 kamen die so genannten Macrobotellones auf, bei denen sich jeweils tausende Teilnehmer per Internet oder SMS organisierten. Die Schweizer Botellones würden sich eher der letzteren Kategorie zuordnen lassen.

(sf/sda/frua)

Kommentare aktiv...

W. kohl, basel

Verfasst am: 20.8.2008 16:05

So ein Quatsch!

@ F.Nanni, leiden Sie auch schon an Demenz od.?... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

F. Nanni, Schagen, SA

Verfasst am: 20.8.2008 10:09

Oh Gott ...

... wie ist unsere Jugend verarmt, was haben wir... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

R. Bolliger, Orpund

Verfasst am: 20.8.2008 7:19

Das Bild dieser Nachricht..

..zeigt eigentlich alles, warum solche... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.