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Eine Opernaufführung mitten in den Pendlerströmen des Zürcher Hauptbahnhofs: «La Traviata im Hauptbahnhof» ist ein Kulturprojekt des Schweizer Fernsehens, das in Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Kultursender Arte, der SBB und dem Opernhaus Zürich produziert wird.
Nach der preisgekrönten «Zauberflöte auf zwei Kanälen» (2007) bereitet die Redaktion «Musik, Tanz und Theater» damit bereits das zweite kulturelle Grossprojekt für das Schweizer Fernsehen vor.
«Der grosse Erfolg der 'Zauberflöte’ war für uns ein Ansporn, ein neues kulturelles Grossereignis für die Primetime von SF zu entwickeln», erläutert Redaktionsleiter Thomas Beck. «Wir sind froh, für unser Projekt mit Felix Breisach einen renommierten Fernsehregisseur und mit Adrian Marthaler einen kreativen Kopf für die szenischen Arrangements im Bahnhof gewonnen zu haben.»
Bahnhof als Opernkulisse und Fernsehstudio
Diese Produktion ist eine grosse künstlerische und technische Herausforderung; denn SF inszeniert die Oper live an verschiedenen Standorten des Hauptbahnhofs, so zum Beispiel in der Haupthalle, in Cafés und im Gleisbereich.
Erst am Bildschirm fügen sich die einzelnen Szenen zu einem Ganzen zusammen. «Das Fernsehpublikum zu Hause sitzt in der vordersten Reihe», sagt Produzent Christian Eggenberger. «Der Bahnhof wird zur Opernbühne und zum Fernsehstudio gleichzeitig – und muss natürlich zu jedem Zeitpunkt ein Bahnhof bleiben.»
Den Klangkörper bilden Ensemble, Chor und Orchester des Opernhauses Zürich, unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani. In der Titelpartie der Violetta ist Eva Mei zu erleben, Vittorio Grigolo singt Alfredo und Angelo Veccia die Partie des Giorgio Germont.
Bewegende Geschichte
Dank ihres Melodienreichtums, der authentischen Figuren und der ebenso zeitlosen wie bewegenden und realistischen Geschichte gehört Giuseppe Verdis Oper «La Traviata» zu den beliebtesten Opern überhaupt. Die Pariser Kurtisane Violetta Valery entdeckt ihre wahre Liebe. Um den Ruf des geliebten Alfredo Germont nicht zu gefährden, verzichtet sie jedoch auf Drängen seines Vaters Giorgio auf ihr Glück, kehrt zurück in die Halbwelt und erliegt bald darauf einer unheilbaren Krankheit.
(sf/godc)
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