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International

Russen-General droht Polen mit Nuklearwaffen

Freitag, 15. August 2008, 16:25 Uhr, Aktualisiert 16:28 Uhr

«Strafe» für US-Raketenschild

Die Stationierung von amerikanischen Abwehr-Raketen in Polen könne «nicht ungestraft bleiben», erklärt der russische General Anatoli Nogowizyn. Polen setze sich damit zu 100 Prozent der Gefahr eines Angriffs aus.

Russische Topol-M Interkontinental-Rakete auf mobilen Abschussrampen
Die Einigung Warschaus und Washingtons auf eine Raketenabwehr löst heftige Proteste in Moskau aus. (keystone)

Nogowizyn, der stellvertretende Generalstabschef, erklärte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax, die russische Militärdoktrin erlaube den Einsatz von Nuklearwaffen gegen Verbündete von Atommächten, wenn diese sich gegenseitige Hilfe gewährten. Dies gelte auch für den Einsatz von Elementen strategischer Abwehrsysteme.

«Es ist zu bedauern, dass die amerikanische Seite in einer Zeit, in der wir bereits in einer schwierigen Situation sind, das Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter belastet», sagte der General.

Das Abkommen schliesst demnach die von Polen gewünschte «Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe» ein, wozu auch die Verstärkung der polnischen Streitkräfte mit Patriot-Abwehrraketen gehört. Die USA gelobten, Polen in «schwierigen Zeiten» umgehend zu Hilfe zu kommen.

Die USA und Polen betonten indessen, der Georgien-Konflikt habe bei der nach eineinhalbjährigen Verhandlungen erzielten Vereinbarung über die Stationierung von zehn Abfangraketen keine Rolle gespielt.

Das Abwehrsystem solle Europa und die USA vor Raketenangriffen von «Schurkenstaaten» wie dem Iran schützen und richte sich keinesfalls gegen Russland. Mit Tschechien haben die USA bereits den Bau einer Radaranlage für das neue Abwehrsystem vereinbart, das noch nicht fertig entwickelt ist.

(ap/sper)

Kommentare aktiv...

A. Pittori, Reppenstedt

Verfasst am: 17.8.2008 12:12

R. Güller...

Sieh es einfach mal ein Mensch. Amerika zielt mit... mehr

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J. Stump, Zürich

Verfasst am: 17.8.2008 8:52

2. Teil

Es gab bereits Hinweise darauf, ganz ohne Grund... mehr

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J. Stump, Zürich

Verfasst am: 17.8.2008 8:48

Typische Worte...

Eines Linken und vielleicht sogar Kommunisten,... mehr

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