Vermischtes
Rücksicht auf Wale - US-Marine begrenzt Sonar-Einsatz
Die US-Marine hat eingewilligt, den Einsatz von Sonar-Geräten aus Rücksicht auf Wale und andere Meerestiere künftig zu begrenzen. Darauf einigten sich die Marine und Umweltschützer nach einem jahrelangen Rechtsstreit.
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Ein Gericht in San Francisco habe eine entsprechende Einigung zwischen den beiden Parteien erzielt, berichtete der «San Francisco Chronicle». Umweltschützer argumentieren, dass die Sonar-Beschallung Meeresbewohner in Panik versetzt, ihre Orientierung stört und damit auch zum Stranden von Walen führen kann.
Die US-Navy setzt die Schallwellen bei Übungen zum Aufspüren feindlicher U-Boote ein. Nach der neuen Regelung dürfen diese Tests nun nur noch in wenigen Regionen der Weltmeere vorgenommen werden, darunter in der Nähe der Philippinen, Japans und Hawaiis.
In den geschützten Gebieten darf die Marine nur noch bei tatsächlichen Einsätzen Schallwellen aussenden, nicht aber für Testzwecke.
Diese Übereinkunft ermögliche der Marine weiterhin Tests und Trainingseinheiten, «während aber gleichzeitig Wale und andere empfindliche Tiere von schädlichem Unterwasserlärm verschont werden», sagte ein Sprecher des Umweltverbandes Natural Resources Defense Council (NRDC).
Bereits 2002 war der NRDC als Mitkläger gegen die Marine vor Gericht gezogen. Nach Angaben der Tierschützer kommunizieren grosse Wale ungefähr auf denselben niedrigen Frequenzen wie das Sonarsystem.
Das Geräusch aus den Lautsprechern des Beschallungssystems entspräche etwa dem eines Boeing-747-Triebwerks beim Start. Noch in 500 Kilometern Entfernung werde das Verhalten der Wale gestört.
Schon im vergangenen Januar hatte die Marine vor Gericht eine Niederlage erlitten. Per einstweiliger Verfügung hatte das Bundesgericht die Marine angewiesen, bei Sonartests vor Südkalifornien mindestens 22 Kilometer Abstand von der Küste zu halten. Ferner müssten die Tests unterbrochen werden, sobald Meeressäuger sich auf 2000 Meter nähern würden.
(sda/sper)
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