Vermischtes
Vergewaltigungsopfer will Gnade für Polanski
Samantha Geimer: «Menschen machen Fehler»
Kurz vor dem 75. Geburtstag des Regisseurs Roman Polanski hat sich die Frau zu Wort gemeldet, die 1977 als 13-Jährige von ihm vergewaltigt wurde. «Man sollte ihn wieder in die USA einreisen lassen», sagte Samantha Geimer. «Er hat genug für seine Tat gebüsst».
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Dies sagte Geimer der Zeitschrift «Vanity Fair». Sie hege keinen Groll mehr. «Menschen machen nun mal Fehler», wird sie zitiert.
Die damals 13-Jährige Samantha Geimer war 1977 mit Polanski in das Haus von Jack Nicholson gefahren, um sich von ihm für ein französisches Modemagazin fotografieren zu lassen.
«Polanski gab mir Champagner, und wir machten ein paar Fotos im Whirlpool, auch oben ohne. «Erst als er zu mir ins Wasser stieg, merkte ich, dass etwas nicht stimmte», sagte sie im Interview. «Ich sagte mehrfach nein. Aber er hörte nicht auf, und ich wusste einfach nicht, was ich sonst noch tun sollte.»
Später gestand Polanski bei der Staatsanwaltschaft Sex mit einer Minderjährigen. 1978 floh er in der Nacht vor Prozessbeginn nach Europa.
Dafür zeigt das Opfer Verständnis: «Ich begriff, obwohl ich so jung war, dass Polanski keinen fairen Prozess bekommen würde. Der Richter hatte von Anfang an gesagt, er wolle ihn für 100 Jahre in den Knast stecken», sagte Geimer.
Ihr Traum von einer Schauspielkarriere wurde durch den Medienrummel zerstört. «Nach der Sache hatte ich keine Lust mehr auf das Showbusiness, wo ich immer nur dieses Mädchen geblieben wäre», sagt sie. Heute ist sie laut «Vanity Fair» verheiratet und lebt in Hawaii. «Ich führe ein glückliches Leben, und das Gleiche wünsche ich Polanski», sagte Geimer.
(ap/meip)
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