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UBS-Aktie spielte Jo-Jo

Dienstag, 12. August 2008, 9:45 Uhr, Aktualisiert 17:57 Uhr

Analysten begrüssen zwar die geplante Aufteilung der angeschlagenen UBS und die neuen Verwaltungsräte. Die Leistung im zweiten Quartal wird aber als enttäuschend beurteilt. Die UBS-Aktie spielte Jo-Jo.

Die Aktie eröffnete am Morgen auf 22.50 Franken und damit um 2,2 Prozent unter dem Schlusskurs vom Montag. Dann drehte sie ins Plus und kletterte bis auf 24.06 Franken. Bei Börsenschluss notierte sie wieder negativ bei 22.62 Franken (-2,4 Prozent). Der Gesamtmarkt (SMI) schloss 0,5 Prozent tiefer.

Der Quartalsabschluss sei unter den Erwartungen geblieben, sagte ein Händler. Enttäuschend sei insbesondere der massive Geldabfluss. Weniger schlimm als befürchtet ausgefallen seien indes die Verluste auf den US-Risikopositionen.

Die Bank Vontobel sieht viel Grund zur Besorgnis. «Die Stabilisierung wird länger dauern als erwartet», schreibt der zuständige Analyst Tobias Brütsch in einem Kommentar.

«Die Bank macht zwar weiter Verluste und hat erneut viel abschreiben müssen. Die Risiken wurden weiter heruntergefahren», sagte ein anderer Händler gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP.

Die Aufteilung der Bank sei eine gute Nachricht und mache den Weg für einen späteren Verkauf der Investment Bank frei, schreibt Helvea-Analyst Peter Thorne stellvertretend für viele seiner Kollegen.

Händler erklärten sich die Abgaben im späten Handel insgesamt mehr mit der Entwicklung der Finanzwerte in den USA, wo die drittgrösste Bank JP Morgan Chase einen Quartalsverlust bekannt gab. Auch die Aktien von Credit Suisse oder der Bank Vontobel schlossen an der SWX deutlich tiefer.

Die UBS verzeichnete im zweiten Quartal einen Reinverlust von 358 Millionen Franken. Die Abschreibungen von auf US-Risikopositionen beliefen sich auf 5,1 Milliarden Franken. In der Vermögensverwaltung musste die UBS einen Geldabfluss von 17,3 Milliarden Franken hinnehmen.

(sda/sprm/widb)

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