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Palästinenser lehnen Friedensvorschlag Israels ab

Dienstag, 12. August 2008, 21:15 Uhr, Aktualisiert 13.08.2008, 10:28 Uhr

Strittiges Thema Jerusalem ausgeklammert

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat ein israelisches Friedensangebot abgelehnt. Man bestehe weiterhin auf einem geografisch zusammenhängenden Staat in den Grenzen von 1967 ohne jüdische Siedlungen und mit der Hauptstadt Jerusalem, hiess es.

Abbas an einem Rednerpult.
Abbas betrachtet den israelischen Vorschlag als inakzeptabel. (reuters/archiv)

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Der Vorschlag sei nicht akzeptabel, sagte ein Sprecher von Abbas in Ramallah. In einer Erklärung des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat heisst es, die Tage von Salamitaktik und Teillösungen seien lange vorbei. Die Palästinenser seien nicht bereit, eine solche Lösung zu akzeptieren, weil damit der Konflikt mit Israel nur verlängert und verschärft werde.

Die Palästinenserführung reagierte damit auf einen Bericht der israelischen Tageszeitung «Haaretz», wonach Ministerpräsident Ehud Olmert Palästinenserpräsident Abbas erstmals nach acht Monate langen Friedensgesprächen ein Angebot unterbreitet habe.

Demnach will sich Israel aus 93 Prozent des besetzten Westjordanlandes zurückziehen und weitere 5,5 Prozent gegen eigenes Land tauschen, das an den Gazastreifen grenzt.

Das besonders strittige Thema Jerusalem soll vorerst ganz ausgeklammert werden. In der Flüchtlingsfrage will Israel nur in Ausnahmefällen den rund 4,4 Millionen palästinensischen Flüchtlingen und Vertriebenen die Rückkehr nach Israel gestatten.

Die Vereinbarung solle ausserdem erst umgesetzt werden, wenn die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Abbas wieder die Kontrolle über den Gazastreifen zurückgewonnen habe. Im Gazastreifen herrscht derzeit die radikal-islamische Hamas-Organisation.

Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B'tselem leben derzeit rund 438'000 jüdische Siedler im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem.

Sollte der jüngste israelische Friedensplan ohne Abstriche umgesetzt werden, müssten maximal 60'000 Siedler 70 Siedlungen und 100 «wilde» Aussenposten räumen. Die grossen Siedlungsblöcke würden dagegen in israelisches Staatsgebiet eingegliedert.

(sda/hesa)

Kommentare aktiv...

T. jansen, stade

Verfasst am: 14.8.2008 9:38

Opfer oderTäter ?

Zänkereien würden nie lange dauern,wenn das... mehr

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P. Bühler, Basel

Verfasst am: 14.8.2008 0:06

Lösung weit weg!?

Israel hat,im Gegensatz zu den arabischen... mehr

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P. Bühler, Basel

Verfasst am: 13.8.2008 23:31

Lösung weit weg

Israel hat,im Gegensatz zu den arabischen... mehr

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