International
Russen marschieren in Georgien ein
Georgiens Armee will Tiflis verteidigen
Ungeachtet aller westlichen Vermittlungsversuche hat sich der Krieg am Kaukasus ausgeweitet. Russische Truppen drangen am Montag nach Zentralgeorgien vor und besetzten Stellungen. Welche Städte besetzt wurden, blieb unklar.
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Meldungen, wonach die russischen Truppen gar Richtung Tiflis vordrangen, wurden am Abend wieder relativiert. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili räumte ein, die Hauptstadt sei nicht akut bedroht.
«Pläne, nach Tiflis vorzudringen, hatten wir nie und haben wir nicht», sagte ein Vertreter des Moskauer Verteidigungsministeriums nach Angaben der Agentur Interfax. Auch die Einnahme von Gori dementierte Moskau. Gori liegt in der Nähe der Grenze zu Südossetien und ist nur 60 Kilometer von Tiflis entfernt.
Bereits am Nachmittag waren dutzende Fahrzeuge von Abchasien aus im westgeorgischen Stützpunkt Senaki eingedrungen, wie die Führung in Moskau bestätigte. Die Stadt liegt 300 Kilometer westlich von Tiflis.
Von hier aus will Russland weiteren Artilleriebeschuss auf Südossetien unterbinden und georgische Truppenbewegungen verhindern. Die georgischen Truppen sind überall in der Defensive - auch in Abchasien, der zweiten abtrünnigen Region.
Saakaschwili beteuerte in einer Fernsehansprache, dass sein Land nicht weiter gegen Russland kämpfen wolle. Im Beisein des französischen EU-Ratsvorsitzenden Bernard Kouchner unterzeichnete er eine einseitige Feuerpause.
Dies hatte Moskau als Voraussetzung für eine Einstellung der Kämpfe gefordert. Kouchner und auch die sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) riefen Russland auf, die Vereinbarung zum Waffenstillstand ebenfalls zu unterschreiben.
Moskau machte geltend, Georgien setzte seine Angriffe namentlich in Südossetien trotz aller Beteuerungen fort. In Südossetien seien bislang 1600 Menschen umgekommen. Georgien nannte diese Zahl stark übertrieben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat weiter keinen Zugang zum Gebiet und nennt keine Opferzahl.
Sicher sei, dass zehntausende Menschen vor den Kämpfen in Südossetien und Georgien geflohen seien, erklärte das IKRK. Die Organisation will in Kürze eine Hilfslieferung mit 15 Tonnen Medizinalgütern und Material für die Wasserversorgung in den Südkaukasus schicken.
Die westlichen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts laufen weiter auf Hochtouren. Der EU-Ratsvorsitzende Kouchner wollte noch von Tiflis nach Moskau weiterreisen und dort den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew treffen. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy wird am Dienstag in Moskau erwartet.
Der Kaukasus-Konflikt verschärfte die Spannungen zwischen Moskau und Washington. Gegenüber Russlands Regierungschef Wladimir Putin habe er die Angriffe auf Georgien scharf verurteilt, sagte US-Präsident George W. Bush. Putin warf den USA vor, den Konflikt mit ihrer Zustimmung zum Abzug georgischer Truppen aus dem Irak anzuheizen.
(agenturen/meip/frua/widb)
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P. Bühler, Basel
Verfasst am: 11.8.2008 23:41
Sie haben Recht
meinte eigentlich die Ölfirma Yukos die... mehr
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 11.8.2008 23:02
Historisches
Armenien und Georgien wurden um 1829 durch das... mehr
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 11.8.2008 22:46
Aber, aber Herr Bühler
Gazprom hatte gegenüber der Ukraine den Gashahn... mehr
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