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International

Polen eilt Georgien im «Cyber-Krieg» zu Hilfe

Montag, 11. August 2008, 14:22 Uhr, Aktualisiert 21:25 Uhr

Kaczynski gewährt Georgien Zugang zu seiner Website

Das polnische Staatsoberhaupt Lech Kaczynski hat dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili eine Rubrik auf seiner amtlichen Website zur Verfügung gestellt. Dem Angebot waren Cyber-Attacken auf georgische Regierungs-Websites vorausgegangen.

Saakaschwili und Lech Kaczynski bei einer Militärparade in Tiflis im Mai 2008
Polens Präsident Lech Kaczynski unterstützt Michail Saakaschwili im Konflikt mit Russland. (reuters/archiv)

Auf diese Weise soll es der georgischen Regierung ermöglicht werden, unabhängige Informationen über ihren Konflikt mit Russland über die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien zu erhalten, verlautete aus dem Büro des Präsidenten in Warschau.

Russland blockiere georgische Internet-Portale, hiess es in einer persönlichen Notiz Kaczynskis. Deshalb habe Saakaschwili um Zugang zur polnischen Präsidenten-Website in englischer Sprache gebeten. Dort würden auch Erklärungen der georgischen Regierung veröffentlicht.

Nach dem Ausbruch des Kriegs sollen georgische Netzwerke und Internet-Server verschiedenen Angriffen ausgesetzt sein und sich unter fremder Kontrolle befinden. Der Blog «RBN Exploit» macht dafür das Russian Business Network (RBN) verantwortlich. Der Zugriff auf verschiedene Regierungswebsites soll demnach seit letzten Donnerstag immer wieder unterbrochen worden sein. Zudem seien die Inhalte der Websites verfälscht worden.

(ap/sf/sper)

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