International
Saakaschwilis schwerste Stunden
Rosenrevolutionär auf pro-westlichem Kurs
Für Michail Saakaschwili ist es die bisher grösste Krise seiner Amtszeit. Fünf Jahre nach der von ihm angeführten Rosenrevolution in Georgien sieht sich der Staatschef mit der grössten Krise seiner Amtszeit konfrontiert.
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Der seit Jahren schwelende Konflikt um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien, in dem Tiflis wie Moskau unaufhörlich mit dem Säbel rasselten, hat einen blutigen Höhepunkt erreicht.
Saakaschwili, der den Ex-Kommunisten Eduard Schewardnadse gestürzt hatte, steuerte seit seinem Amtsantritt im Januar 2004 die ehemalige Sowjetrepublik Georgien konsequent auf pro-westlichem Kurs.
Der ehrgeizige Anwalt suchte die enge Anlehnung an Washington und strebt mit seinem Land in die NATO und die EU - der Konflikt mit dem grossen Nachbarn Russland war programmiert. Südossetien und Abchasien, die beiden Regionen, die sich Anfang der 90er-Jahre von Georgien lossagten, wurden dabei mehr und mehr zum Zankapfel zwischen Tiflis und Moskau.
Mit dem Waffengang im Kaukasus strapaziert Saakaschwili nun die Geduld des US-Verbündeten aufs Äusserste. Die Sympathien des Westens waren dem jungen aufstrebenden Politiker zugeflogen, als er Ende 2003 mit einer Rose in der Hand ins Parlament von Tiflis einzog und bald darauf zum jüngsten Staatschef Europas aufstieg.
Vier Jahre später jedoch trübte sich das schöne Bild, als der selbst erklärte Demokratisierer Proteste der Opposition mit Knüppeln und Tränengas niederschlagen liess. Bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl im Januar errang Saakaschwili einen klaren Sieg - der Beigeschmack von Manipulation und Unterdrückung blieb.
In die georgische Politik stieg Saakaschwili als Schützling Schewardnadses ein. Nach seinem Jura-Studium in den USA und einer Anstellung in einer New Yorker Kanzlei galt Saakaschwili zunächst als einer der Hoffnungsträger in Schewardnadses Partei; im Jahr 2000 machte ihn der Präsident zum Justizminister.
Doch der Nachwuchspolitiker engagierte sich zu vehement im Kampf gegen Armut, Vetternwirtschaft und Korruption. Als er während einer Kabinettssitzung vor laufenden Kameras Fotos von Luxusvillen seiner Ministerkollegen schwenkte, war der Skandal perfekt.
Schewardnadse entzog ihm die Unterstützung, der einstige Ziehsohn trat ab - und wurde zum härtesten Kritiker des ehemaligen Mentors, der ihn schliesslich stürzte.
Saakaschwili gilt als intelligent und mutig, spricht neben Georgisch, Russisch und Ukrainisch perfekt Englisch und Französisch. Verheiratet ist er mit einer Niederländerin, die die Sympathie der Georgier geniesst.
(sda/hues)
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 12.8.2008 19:45
An O. Pfunt
Vor und während eines Krieges wird immer... mehr
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A. Weiss, Olten
Verfasst am: 11.8.2008 0:32
mutig?
die landsleute in den angezettelten krieg... mehr
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W. Wyssmann, Derendingen
Verfasst am: 10.8.2008 23:51
Nein, er wird
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