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International

Das Blutvergiessen in Georgien geht weiter

Sonntag, 10. August 2008, 16:50 Uhr, Aktualisiert 11.08.2008, 10:31 Uhr

Keine Lösung im Sicherheitsrat

Ungeachtet des von Georgien einseitig erklärten Waffenstillstands verschärfen sich die Kämpfe um die abtrünnige georgische Provinz Südossetien. Medien berichten von schweren Bombardements der Provinz-Hauptstadt Zchinwali. Gleichzeitig verschärft sich der Ton zwischen Russland und den USA.

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Weitere Kämpfe in Georgien

Ob Russland oder Georgien die Stadt Zchinwali bombardierte, ist nicht bekannt. Auch über Opferzahlen liegen keine Informationen vor.

Am Stadtrand von Tiflis bombadierten russische Kampfflugzeuge laut georgischen Angaben eine Militärbasis sowie ein Luftkontrollzentrum.

Zudem hätten die Russen die Stadt Gori nahe der Grenze von Südossetien beschossen. Nach russischen Angaben versenkte die russische Marine im Schwarzen Meer ein georgisches Schnellboot mit Raketenwerfern.

Russland erklärte, trotz angeblicher Feuerpause der Georgier hätten georgische Truppen und Kampfflugzeuge russische Friedenssoldaten in Südossetien angegriffen.

Wieviele Menschen bei den Kämpfen bislang starben, ist ungewiss. Die russische Seite spricht von fast 2000 toten Zivilisten, Tiflis beziffert die Zahl seiner Opfer auf 92, darunter 40 Zivilisten.

Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) flohen rund 40'000 Menschen vor den Kämpfen im Südkaukasus.

Im Georgien-Konflikt verschärft sich auch der Ton zwischen Russland und den USA. US-Vizepräsident Dick Cheney warnte Moskau vor ernsthaften Konsequenzen für seine Beziehung zu den USA und anderen Ländern.

US-Präsident George W. Bush bezeichnete die Kämpfe als «inakzeptabel». In einem Gespräch mit dem russischen Premier Wladimir Putin habe er die Bombenangriffe auf Georgien scharf verurteilt, sagte Bush in Peking.

Im UNO-Sicherheitsrat lieferten sich die Vertreter beider Staaten einen Schlagabtausch. US-Botschafter Zalmay Khalilzad warf Russland vor, die demokratisch gewählten Regierung in Tiflis stürzen zu wollen.

Der russische Botschafter Witali Tschurkin sagte, solche Vorwürfe seien «inakzeptabel, besonders, wenn sie von dem Vertreter eines Landes stammen, dessen Aktionen im Irak, Afghanistan und Serbien uns allen bekannt sind».

Gleichzeitig hat Russland in der zweiten abtrünnigen georgischen Region Abchasien offenbar seine Truppen verstärkt. Es seien dort nun mehr als 9000 Fallschirmjäger und 350 Panzer stationiert, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax einen russischen Militärvertreter.

Damit solle verhindert werden, dass russische Truppen in eine ähnliche Situation wie in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali gerieten.

(reuters/ap/meip)

Kommentare aktiv...

W. Wyssmann, Derendingen

Verfasst am: 11.8.2008 13:46

Bitte, Herr Boesch, können Sie

mir plausibel erklären, was die EU, die NATO und... mehr

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W. Wyssmann, Derendingen

Verfasst am: 11.8.2008 13:44

Ja, Herr Bösch, dann

müssten auch Vorarlberg, das 1918 zur Schweiz... mehr

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C. Boesch, Grindelwald

Verfasst am: 11.8.2008 13:35

Man

könnte sicher den Südosseten und Abachsier... mehr

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