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International

Angst vor El-Kaida-Terror in Deutschland

Sonntag, 10. August 2008, 15:51 Uhr, Aktualisiert 16:11 Uhr

Terrornetzwerk vor 20 Jahren gegründet

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) beobachtet mit wachsender Sorge den Aufenthalt deutscher Islamisten in Terrorcamps in Afghanistan und Pakistan. Es seien inzwischen mehr als 50 Islamisten aus der Bundesrepublik in den Lagern gedrillt worden, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke gegenüber dem «Tagesspiegel».

Islamistische Kämpfer mit Waffen.
Seit 1988 sorgen islamistische «Gotteskrieger» weltweit für Angst und Entsetzen. (reuters)

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Ein Teil dieser Personen, allerdings nur eine einstellige Zahl, sei nach Deutschland zurückgekehrt. Die Terrorverdächtigen zählten zu den knapp 100 gefährlichsten Personen, die sich nach Kenntnissen des BKA in der Bundesrepublik aufhielten, wurde Ziercke zitiert.

Angesichts der Verlautbarungen des Terrornetzwerkes El Kaida und der Islamischen Dschihad-Union sei das BKA davon überzeugt, dass man beschlossen habe, Anschläge auch in Deutschland zu begehen, sagte Ziercke.

Nach Erkenntnissen zahlreicher Terrorismusexperten wurde das Netzwerk El Kaida bei einem geheimen Treffen am 11. August 1988 in der pakistanischen Stadt Peshawar gegründet.

Die Mitglieder widmeten sich damals vor allem dem Kampf gegen die sowjetische Besatzungsmacht in Afghanistan. Der Chef der Organisation, Osama bin Laden, der aus einer schwerreichen saudi-arabischen Familie stammt, unterhielt schon damals Trainingslager für «Gotteskrieger».

Seitdem sorgten die Terroristen mit zahlreichen Mordanschlägen und Entführungen weltweit für Entsetzen. Da El Kaida im Untergrund arbeitet und dezentral organisiert ist, kann die Zahl der Mitglieder nur grob geschätzt werden. Die USA gehen von mehreren tausend aus. Allein in Afghanistan, wo sie jahrelang vom Taliban-Regime geschützt wurden, sollen mehr als 5000 Kämpfer in Lagern ausgebildet worden sein.

Das Terrornetz El Kaida kämpft für eine islamische Weltordnung. Seine Angriffe richten sich vor allem gegen die USA und Westeuropa. Dabei operieren die «Glaubenskrieger» mittlerweile in rund 100 Ländern.

So wurden nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA mit rund 3000 Toten auch in vielen europäischen Staaten Terrorzellen entdeckt, darunter in Deutschland, Grossbritannien und Spanien.

Bin Laden ist seit vielen Jahren auf der Flucht. Nach jüngsten Angaben seines Stellvertreters Eiman al-Sawahiri ist er «gesund und wohlauf».

(ap/sda/sidd)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern

Verfasst am: 12.8.2008 13:59

gefährdet sind

alle staaten, die das terrormärchen der... mehr

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P. Bühler, Basel

Verfasst am: 11.8.2008 23:10

Mitschuld?

Sind wir nicht selber Schuld?Hat nicht der... mehr

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W. Wieser, St. Augustine

Verfasst am: 10.8.2008 17:59

Exzellenter Beitrag!

Jetzt muss ich doch dem sf.tv einmal ein... mehr

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