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UBS kauft Wertpapiere für 19 Mrd. zurück

Freitag, 8. August 2008, 17:37 Uhr, Aktualisiert 09.08.2008, 17:02 Uhr

Zusätzlich 150 Millionen Dollar Busse

Die Schweizer Grossbank UBS kauft in den USA für 19,4 Milliarden Dollar praktisch wertlose Wertpapiere von Kunden zurück und zahlt eine Busse von 150 Millionen Dollar. Damit entgeht die UBS einer Anklage wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Verkauf von ARS-Papieren.

UBS-Gebäude in Zürich.
Die UBS entgeht durch den Rückkauf von ARS und der Zahlung einer Busse einer Anklage wegen Betrugs. (reuters)

Rückkauf und Busse sind Teil eines Vergleichs um so genannte «Auction-Rate Securities» (ARS), den die UBS Financial Services Inc. mit der US-Börsenaufsicht SEC und den Aufsichtsbehörden mehrerer US-Bundesstaaten geschlossen hat, wie ein Sprecher des Staatssekretärs von Massachusetts bekannt gab.

Die Busse werde zwischen den US-Bundesstaaten Massachusetts und New York geteilt, sagte der Sprecher. Damit dürfte die grösste Schweizer Bank, von der zunächst keine Stellungnahme vorlag, einer Anklage im Zusammenhang mit dem Verkauf von ARS entgehen.

ARS sind langfristige Schuldverschreibungen von Gemeinden, Studentenkreditgebern, Museen und anderen Institutionen, deren Zinsätze in regelmässigen Auktionen neu festgelegt werden. Von der US-Kreditkrise wurde auch der ARS-Markt erfasst, dessen Volumen auf 330 Milliarden Dollar geschätzt wird und der im vergangenen Frühling zum Erliegen kam.

Die UBS wurde beschuldigt, ARS noch als sicher angepriesen zu haben, als sie bereits von den Liquiditätsproblemen auf dem ARS-Markt wusste.

Die UBS musste bisher für das zweite Halbjahr 2007 und das erste Quartal 2008 wegen der US-Kreditkrise 40,3 Milliarden Franken abschreiben; für 2007 buchte sie einen Verlust von 4,4 Milliarden und für das erste Quartal 2008 einen solchen von 11,5 Milliarden Franken.

Fürs zweite Quartal erwarten Finanzanalysten einen Quartalsverlust in der Grössenordnung von 250 bis 300 Millionen Franken, während die UBS von einem fast ausgeglichenen oder nur wenig negativen Abschluss ausgeht. Analysten rechnen mit weiteren Abschreibungen im Bereich von viereinhalb bis sechs Milliarden Franken.

(ap/ster)

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