Wirtschaft
450-Mio-Dollar-Klage gegen CS
Citigroup zahlt - Vorwürfe gegen UBS
STMicroelectronics hat gegen die Credit Suisse (CS) eine Klage erhoben. Die Schweizer Bank soll ohne Autorisation 450 Millionen Dollar in ARS-Anleihen angelegt haben. STMicro habe gedacht, dass die CS die Summe in sichere Anlagen stecke, zitierten Medien aus der vor dem Bundesbezirksgericht Brooklyn in New York eingereichten Klage.
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ARS sind Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Der Markt war im Rahmen der Kreditkrise zusammengebrochen.
Die Klage gegen die CS wurde am selben Tag bekannt, als die grösste US-Bank Citigroup mitteilte, sie kaufe umstrittene Anleihen im Milliardenhöhe zurück. Damit beendete sie einen Streit mit den US-Behörden.
Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo und die Börsenaufsicht SEC erklärten, Citigroup habe zugestimmt, illiquide Auction-Rate-Securities (ARS-Anleihen) im Volumen von mehr als sieben Milliarden Dollar zurückzukaufen.
Zudem werde die Bank 100 Mio. Dollar Strafe zahlen. Von dem Rückkauf würden mehr als 40'000 Kunden profitieren. Mit dem Vergleich wandte die Bank eine drohende Klage ab.
Die Behörden hatten Citigroup vorgeworfen, die Papiere in betrügerischer Weise vermarktet und verkauft zu haben. Sie habe Kunden gegenüber von einer sicheren Geldanlage gesprochen, hiess es.
Auch die Grossbank UBS ist wegen des Geschäfts mit den ARS-Papieren in den USA mit Klagen konfrontiert. Cuomo wirft der UBS einen «Multi-Milliarden-Dollar-Betrug» vor. Die Grossbank habe ihren Kunden die ARS gegen besseres Wissen als Alternative zu Bargeld- Anlagen verkauft.
Eine Sprecherin der UBS erklärte auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP, das Institut arbeite intensiv mit den Behörden zusammen, um eine Lösung zu finden.
(sda/halp)
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